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Condé Nast stellt „Portfolio“ ein

Nächstes Opfer der Krise auf dem US-Zeitschriftenmarkt: Das vor gerade mal zwei Jahren mit viel Ambitionen und einem enormen finanziellen Aufwand von Condé Nast gestartete Wirtschaftsmagazin "Portfolio" wird eingestellt. Das berichtet die Online-Ausgabe der "New York Times". Die Werbeerlöse waren zuletzt dramatisch eingebrochen: Allein im ersten Quartal musste ein Anzeigen-Aderlass von mehr als 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet werden.

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Wirtschafts- und Zeitungskrise: Dieser Cocktail war am Ende für den mit hohen Ambitionen gestarteten US-Hochglanztitel „Portfolio“ zu viel. Wie Condé Nast-Präsident David Carey der Redaktion heute Vormittag amerikanischer Ostküstenzeit mitteilte,  wird das Magazin mit sofortiger Wirkung eingestellt.

„Portfolio“ wurde erst im April 2007 mit enormem Aufwand und finanziellen Anstrengungen an die US-Kioske gebracht. In der Branche kursieren Größenordnungen der Investitionen in Höhe von 100 bis 150 Millionen Dollar.

Dabei wird das auf Hochglanz angelegte Wirtschaftsmagazin „Portfolio“, das in opulenten Storys die „Big Shots“ der Hochfinanz, Wirtschafts- und Politikwelt zu Wort kommen ließ und porträtierte, als eine der größten Zeitschriftenpleiten in die Geschichte des gedruckten Wortes eingehen.

Für den Altverleger Si Newhouse könnte der entstandene Schaden empfindlicher kaum sein: Der 81-Jährige, den Forbes mit einem Vermögen von mehr als 7 Milliarden Dollar noch immer zu den 50 reichsten Amerikanern zählt, hat mit seinen Ruf als Verleger mit dem Prestigeobjekt beschädigt.
Condé Nast hat sich mit Hochglanz-Titeln wie „Vogue“, „Vanity Fair“ oder den „New Yorker“ in der weltweiten Elite der Verlage  etabliert. „Portfolio“ indes ist in Zeiten der ausufernden Finanzmarktkrise am Verlagsanspruch krachend gescheitert.

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