„Product Placement“ wird nun doch legal

Schon in der zweiten Jahreshälfte könnte eine neue Einblendung zur Dauererscheinung bei deutschen TV-Sendungen werden: „Produktplatzierung“. Der dieses Jahr anstehende „13. Rundfunkänderungsstaatsvertrag“ wird die bezahlte Werbung innerhalb von Filmen und anderen TV-Produktionen sehr wahrscheinlich erlauben, obwohl die deutsche Politik eine entsprechende EU-Richtlinie 2007 vehement abgelehnt hatte.

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Wie Claudia Tieschky in der „Süddeutschen Zeitung“ berichtet, wird es bei den Anhörungen aller marktteilnehmer im Mai wohl nur noch im Details der Umsetzung gehen, etwa die Kennzeichnungspflicht sowie inhaltliche oder finanzielle Obergrenzen. Speziell die gebührenfinanzierten Sender von ARD und ZDF stehen vor einem heiklen Legitimationsproblem; hier wird es laut „SZ“ wohl nur um sogenannte Produktionskostenzuschüsse gehen. Als die EU-Kommission 2007 „Product Placement“ im Prinzip erlaubte, hatte die ARD gerade mit dem „Marienhof“-Skandal und undurchsichtigen Quer-Finanzierungen in vielen Bereichen zu tun.
Süddeutsche Zeitung, Seite 15 (nur Print)

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