Die beliebtesten Stars im deutschen Web

Über sie hört man viel Gutes: Heath Ledger, Kate Winslet und Sarah Connor sind die beliebsten Stars im deutschen Web. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Social Media-Spezialisten von Ethority. Dagegen wird online am meisten über Madonna, Brad Pitt und Tom Cruise gesprochen. Wie wichtig die öffentliche Wahrnehmung im Internet ist, wird gerade immer mehr Stars bewusst. Deshalb suchen auch immer mehr Promis, wie Britney Spears oder Russell Crowe den direkten Fan-Kontakt via Twitter oder Blogs.

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Für ihre Untersuchung werteten die Experten von Ethority rund 100.000 Usermeinungen zu 240 Prominenten auf Blogs, Foren und Twitter aus. Das Ergebnis: 5,6 Prozent aller Gossip-Gespräche drehen sich um Madonna. Über keinen Star wird im deutschen Web häufiger diskutiert. Auf Platz zwei liegt Brad Pitt (5,5 Prozent) gefolgt von Tom Cruise (5,2 Prozent) und seiner Frau Angelina Jolie (5,1 Prozent) . Der erste einheimische Promi ist Boris Becker auf Position 22. Immerhin noch 2,5 Prozent aller Gespräche drehen sich um den ehemaligen Tennis-Star. Sarah Connor folgt mit nur 2,3 Prozent auf Rang 28.

Dafür gehört die Sängerin aus Delmenhorst zu den Stars mit dem besten Ruf. Die Ethority-Untersuchung fand heraus, dass 20,3 Prozent aller Netz-Gespräche über sie einen positiven Inhalt hatten. Auf einen besseren Wert kamen lediglich Heath Ledger (26,8 Prozent) und Kate Winslet (23,6 Prozent).

Am anderen Ende dieser Skala liegt Paris Hilton. 17,4 Prozent aller Gesprächs-Inhalte über das It-Girl hatten eine negative Tonalität. Auf den weiteren Plätzen der Minus-Listen liegen Lindsay Lohan (15,2 Prozent) und Amy Winehouse (15 Prozent). Auch Madonna, immerhin der Star über den das Web am meisten spricht, hat mit vielen kritischen Stimmen (12,9 Prozent) zu kämpfen.
Am meisten regten sich die User über die neuerlichen Adoptions-Pläne der Pop-Queen auf und auch ihre Scheidung von Guy Ritchie sorgte für viel negativen Buzz. Beispielsweise schreibt Anke Jedamzik: „’Sex mit ihr ist wie ein altes Stück Knorpel anfassen’ – nicht gerade nett, was Madonnas Bald-Ex Guy Ritchie da über die Mutter seiner Kinder sagt. Trotzdem gilt der englische Regisseur im Rosenkrieg mit dem Popstar als der Gute. Viel schlechtere Karten hat da Madonna selbst. In der Öffentlichkeit steht die Ausnahmekünstlerin als karrieregeil und machtbesessen da. Eine Frau, die über Leichen geht. Und die nichts anderes will, als dem ‚Poor guy’ seine Kinder wegnehmen. Liegt’s an ihrem jahrzehntelangen Erfolg?“
Was für Marken und Unternehmen gilt, trifft genauso für Personen des öffentlichen Lebens zu. Das bekommen auch die Stars zu spüren. Durch die nutzergenerierten Medien sind die User nun in der Lage jeden Schritt und Tritt ihrer Idole zu kommentieren“, sagt Ethority-Sprecher David Nelles. „Viele Prominente entdecken daher dieses Medium immer mehr für ihren Dialog mit den Fans. So twittern zum Beispiel Rainer Calmund oder Britney Spears und Paris Hilton hat ihren eigenen YouTube Channel.“
Mit Hilfe der eigenen Web 2.0-Angebote hoffen die Stars die Gespräche über sie besser steuern und kontrollieren zu können. Oftmals ein Problem ist allerdings, dass sich nur die wenigsten selbst um ihre Internet-Angebote kümmern. Gesteuert werden diese in der Regel von spezialisierten Mitarbeitern.
Ethority analysierte die Image-Werter der Promis, indem die Experten die Tonalität von Foren-Diskussionen untersuchten. Dabei benutzt wird ein spezielles Analysetool. „Als wichtigstes Hilfsmittel dient eine umfangreichen Keywordliste,“ erklärt Nelles. „Ausgehend von der Datenbank kategorisiert die Crawlertechnologie Usermeinungen.“ Unzählige Begriffe werden in die Kategorien „positiv“, „negativ“ und „neutral“ unterteilt. „Mit unserer Methodik ist Ethority in der Lage, die globale Online-Meinungsbildung zu tracken. Unsere spezielle Gridmaster-Technologie liefert dazu Echtzeitaufnahmen zu allen im Netz diskutierten Themen, von Produktqualität über Firmenimage bis hin zur Reputation von Einzelpersonen (z. B. CEOs) in den nutzergenerierten Medien“, erklärt der Unternehmenssprecher. Insgesamt analysierten die Hamburger rund 100.000 Postings zu 240 Prominenten.

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