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Blog: Medienlese.com macht dicht

Update am Ende des Textes „Wir von Blogwerk haben beschlossen, medienlese.com am 30. April einzustellen. Das tut weh, aber die wirtschaftliche Entwicklung lässt uns kaum eine andere Wahl“, schreibt Blogwerk-Chef Peter Hogenkamp. Ein echter Verlust für die deutsche Blogophäre: Die Seite belegt Platz 20 der deutschen Blogcharts. Seit dem 2. August 2006 erschien jedem Werktag […]

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Update am Ende des Textes
„Wir von Blogwerk haben beschlossen, medienlese.com am 30. April einzustellen. Das tut weh, aber die wirtschaftliche Entwicklung lässt uns kaum eine andere Wahl“, schreibt Blogwerk-Chef Peter Hogenkamp.

Ein echter Verlust für die deutsche Blogophäre: Die Seite belegt Platz 20 der deutschen Blogcharts. Seit dem 2. August 2006 erschien jedem Werktag – ohne Unterbrechung – eine Ausgabe der Presseschau „6 vor 9“. Insgesamt bloggten die Autoren 2150 Artikel.

„Wir haben immer gewusst, dass medienlese.com zu einem guten Teil ein Prestigeobjekt ist, und dass man mit einem Medienblog, das kein Branchendienst sein konnte und wollte, nicht viel Geld verdienen konnte. Wir haben es uns trotzdem gern geleistet. Leider geht das nun nicht mehr“, schreibt Hogenkamp.

Pikant ist natürlich, dass Medienlese selbst gerne und oft über die Entlassungswellen der großen Verlage berichtete und jetzt selbst zum Opfer einer solchen wurde. „Ein großer Teil der Journalismus-Zukunft wird online stattfinden, diese Aussage war und ist sicher richtig“, schreibt Hogenkamp.

Selbst Don Alphonso findet das Ende des Blogs „doof“, weil sich die Autoren „tatsächlich angestrengt und selbst was gemacht haben, statt immer nur abzuschreiben und anderen Medien in den Arsch zu kriechen, wie das sonst in dieser Branche nicht selten ist.“
Update:
Sachar Kriwoj ruft einem Blog Massenpublikum zu einer Rettungsaktion von „6 vor 9“ auf. „Nehmen wir an, dass nur jeder 10. fünf Euro spenden würde, dann hätten wir zumindest die sehr beliebte Rubrik „6 vor 9“ gerettet. Lasst uns beweisen, dass es nicht nur Social Media gibt sondern wir auch social denken, um Media zu retten. Lasst uns beweisen, dass die Aktion “Ein Herz für Blogs” nicht nur leere Worte waren. Wer ist dabei?“

Kriwoj lässt auch gleich Taten sprechen und richtete bei Betterplace.org eine Spendenplattform ein.

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