Apple: Zweistelliges Wachstum trotz Krise

Erneut positive Überraschung nach Handelsschluss durch Apple: Das Kultunternehmen aus Cupertino machte bei Bekanntgabe der jüngsten Geschäftsdaten das, was es in den letzten sechs Jahren fast immer getan hatte – die Analystenerwartungen zu übertreffen. Von Finanzmarktkrise unbeeindruckt, präsentierte Apple erneut steigende Gewinne und Umsätze. Auch der Ausblick fällt ordentlich aus. Wichtiger noch für Apple-Anhänger: Steve Jobs soll wie geplant im Juni zurückkehren.

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Es gibt sie noch, die Unternehmen, die ihrem eigenen Wachstumstempo folgen. Als wäre die weltweite Rezession dieser Tage ein Ereignis von einem anderen Planeten, konnte der Computer-, iPod- und iPhone-Hersteller Apple heute nach Handelsschluss an der Wall Street erneut steigende Umsätze und Gewinne vermelden.

Nach 1,05 Milliarden Dollar oder 1,16 Dollar je Aktie im Vorjahr verdiente  Apple im ersten Kalenderquartal 2009 nunmehr 1,21 Milliarden oder 1,33 Dollar je Aktie. Die Konsensschätzungen der Wall Street wurden damit erneut deutlich geschlagen.   

Analysten hatten bei einer Prognose von 1,09 Dollar je Anteilsschein sogar mit einem Gewinnrückgang gerechnet – stattdessen legten Apples Gewinne nochmals um 15 Prozent zu. Auch die Umsätze kletterten weiter – ein Zuwachs von 7,51 auf 8,16 Milliarden Dollar wurde verzeichnet. 

iPhone- und iPod-Absätze Treiber des erneuten Wachstums

Treiber des erneuten Wachstums waren die iPhone- und iPod-Verkäufe, die erneut besser ausfielen als von Marktexperten prognostiziert. 3,8 Millionen Smartphones der dritten Mobilfunk-Generation verkaufte Apple zwischen Januar und März – Analysten hatten zuvor lediglich mit 3,2 Millionen verkauften Einheiten gerechnet. 

Auch der beliebte MP3-Player iPod bleibt eine Erfolgsgeschichte – mit 11 Millionen Gerät wurden knapp zehn Prozent mehr verkauft als erwartet. Und selbst die Mac-Absätze, die im Vorfeld als Problemfeld ausgemacht worden waren, gaben lediglich um drei Prozent auf 2,22 Millionen verkaufte Computer nach.
 
Konservativer Ausblick verschreckt Anleger nicht – Aktie legt weiter zu

„Wir sind extrem erfreut den besten Umsatz und Gewinn in einem Nichtweihnachtsquartal in der Firmengeschichte von Apple berichten zu können“, kommentierte Peter Oppenheimer, Finanzchef von Apple, nicht ohne Stolz das Rekordquartal, um dann beim Ausblick erneut tief zu stapeln: „Für das dritte Geschäftsquartal 2009 erwarten wir einen Umsatz zwischen 7,7 Milliarden und 7,9 Milliarden US-Dollar bzw. zwischen 0,95 und 1,00 Dollar pro verwässerter Aktie“.

Obwohl Analysten mit einer Prognose von 1,12 Dollar je gerechnet hatten, schickten Anleger die Aktie im nachbörslichen Handel um weitere drei  Prozent auf 124,50 Dollar nach oben. Einen nicht unerheblichen Anteil dürfte dürfte die Aussage des Interim-CEOs Tim Cook haben, dass Steve Jobs im Juni wie geplant zurückkehre , obwohl Cook den Gesundheitszustand des Apple-Gründers nicht weiter kommentieren wollte. 

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