So attackiert Google die News-Portale

Neuigkeiten aus dem Labor des Internet-Giganten: Aggregierte Nachrichten im „Google News“-Dienst lassen sich künftig anhand einer Zeitleiste darstellen. Mit dem Service hat Google eine simple Idee umgesetzt, die bei Betreibern von News-Portalen auf wenig Gegenliebe stoßen wird. Außerdem haben die Entwickler die Personensuche verbessert. Künftig wird der elfte Treffer hervorgehoben – sofern der Gesuchte Daten in einem Profil bei Google hinterlegt hat.

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Beide Neuigkeiten werden in den USA und England, wo die Dienste zunächst verfügbar sind, mit großem Interesse und gemischten Gefühlen registriert. Techcrunch-Autor Jason Kincaid sieht Google mit den Profil-Daten in Trefferlisten auf Kollisionskurs mit sozialen Netzwerken wie LinkedIn (oder Xing in Deutschland). Die Nutzung etablierter Dienste sei gelernt: „Seit Jahren suche ich meine Informationen über Leute mit denen ich in Kontakt treten möchte über LinkedIn. Dort finde ich in der Regel zumindest Basis-Informationen.“

PR-Blogger Klaus Eck sieht die neue Funktion als Meta-Profil: „Einerseits greifen verschiedenste Dienste wie zum Beispiel Google Books auf die dort gespeicherten Daten zu, andererseits können Freunde, Kollegen und Bekannte sich leicht durch die auf der Profilseite verzeichneten Identitäten bei Xing, Flickr oder Facebook mit Ihnen verbinden“ erkärt der Web-Experte. Diese Zusammenführung aller Online-Profile helfe beim persönlichen Identity Management und erlaube es, eine zentrale Anlaufstelle für Interessierte zu schaffen.

Zur News-Timeline, der Nachrichtensuche nach Datum, fragt der „Guardian“-Blogger Kevin Anderson zugleich beeindruckt und besorgt, warum kein großer Nachrichtenanbieter im Netz bisher diese Möglichkeit biete. Für ihn bietet die Verknüpfung des Faktors Zeit und der News-Suche einen echten Mehrwert. „Man tippt ein Datum oder ein Jahr in das Eingabefeld ein und erhält alle relevanten Artikel in der Übersicht.“ Einen Haken hat die Sache aber doch, denn je weiter man in der Zeit zurückreist, desto höher werden die Anteile von Wikipedia-Einträgen.

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