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Mac-Absätze erstmals seit 2003 rückläufig

Die Krise hat nun wohl doch Cupertino erreicht. Analysten rechnen vor den morgen nach Handelsschluss veröffentlichten Quartalszahlen erstmals seit fünfeinhalb Jahren wieder mit rückläufigen Absätzen in der Computersparte. Daran dürfte auch die Generalüberholung der MacBook-Serie im vergangenen Herbst und der iMacs zu Jahresbeginn nichts geändert haben – Marktexperten rechnen mit einem Einbruch von 4 bis 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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Die Erwartungen passen nicht zur jüngsten Rallye. Um mehr als 50 Prozent konnte die Apple-Aktie seit Anfang März zulegen. Analysten befeuerten den Anstieg zuletzt sogar wieder mit Heraufstufungen und Kurszielanhebungen wie jüngst durch die Credit Suisse, die ihre Einschätzung von 120 auf 133 Dollar anhob. Als Grund nannten die Schweizer Volkswirte die anziehende Nachfrage nach iPhones und Macintosh-Rechnern.

Diese vor knapp zwei Wochen geäußerte Einschätzung kann sich indes kaum auf das erste Quartal dieses Jahres beziehen, das bei Apple traditionell das zweite des laufenden Geschäftsjahres ist. Morgen nach Handelsschluss wird Apple die Ergebnisse für den Dreimonatszeitraum Januar bis März präsentieren und dabei vielleicht das erste Mal seit 2003 wieder ein Ergebnis vorlegen, das unter dem Vorjahreswert liegt.

Erstmals Gewinnrückgang seit 2003?

Das nämlich ist die Einschätzung der von Thomson Reuters befragten Analysten, die im Durchschnitt mit einem Gewinn je Aktie in Höhe von 1,09 Dollar rechnen. Im Vorjahr waren es noch 1,16 Dollar.   

Den maßgeblichen Anteil daran dürfte die Mac-Sparte tragen, mit der Apple groß geworden ist. Lediglich 2,1 bis 2,2 Millionen verkaufte Macinthosh-Computer (also MacBooks, iMac, Mac minis oder MacPros) dürfte der Kulthersteller aus Cupertino zwischen Januar und März verkauft haben, prognostizieren Analysten.

Computerindustrie schrumpft im ersten Quartal

2,5 Millionen Geräte wurden noch im Weihnachtsquartal, dem traditionell stärksten des Jahres, verkauft – 2,3 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das entsprach noch einer enormen Zuwachsrate von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Nun scheint also der erste Rückgang seit 2003 kaum zu vermeiden sein. 4 bis 9 Prozent weniger Macs sollen zwischen Januar bis März verkauft worden sein, prognostizieren Analysten. Überraschen würde das nicht: Wie das Marktforschungsunternehmen Gartner Ende vergangener Woche vorrechnete, musste die Computerindustrie im ersten Quartal einen Einbruch von 6,5 Prozent verkraften.

Analysten und Anleger blicken entsprechend gespannt, was der jahrelange Wachstumsfavorit Apple morgen nach Handelsschluss verkünden wird – vor allem vorausblickend auf die weitere Geschäftsentwicklung des Jahres.  

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