„Zeitungszeugen“ zu unrecht beschlagnahmt

Das Landgericht München hat entschieden, dass die Naziblatt-Nachdrucke mit dem Titel "Zeitungszeugen" zu Unrecht vom Freistaat Bayern beschlagnahmt wurden. Damit wurde der entsprechende Beschluss des Amtsgerichts München wieder aufgehoben.

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Die zuständigen Richter erklärten, dass die Beilage einer Ausgabe des „Völkischen Beobachters“ von 1933 sowie eines NS-Propagandaplakats „erkennbar der staatbürgerlichen Aufklärung dient“. Die wöchentliche Ausgabe „Zeitungszeugen“ erscheint seit Januar bundesweit. Namhafte Wissenschaftler kommentieren darin in einem Mantelteil Originalartikel aus der Presse während des Dritten Reiches. Verleger Peter McGee zeigte sich über das Urteil erleichtert und ließ durch seinen Anwalt mitteilen: „Die Entscheidung der zweiten Strafkammer ist abschließend; eine weitere Instanz gibt es nicht. Das Landgericht ist in allen Punkten der Rechtsauffassung des Verlages gefolgt“.

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