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Neue Seite: Steinmeier kopiert Obama

Eines der größten medialen Missverständnisse des vergangenen Jahres ist die Mär, dass Brack Obama die Wahl im Web gewonnen hätte. Der US-Präsident nutzte die Möglichkeiten des Internets perfekt, doch für seinen Sieg waren andere Faktoren verantwortlich. Genauso wird es in Deutschland sein. Weder Frank Walter Steinmeier, noch Angela Merkel werden durch das Netz gewinnen, aber es kann helfen. Pünktlich zum SPD-Programm-Parteitag ist nun Steinmeiers neue Site online und sie ist ein guter Wurf.

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Eines der größten medialen Missverständnisse des vergangenen Jahres ist die Mär, dass Brack Obama die Wahl im Web gewonnen hätte. Der US-Präsident nutzte die Möglichkeiten des Internets perfekt, doch für seinen Sieg waren andere Faktoren verantwortlich. Genauso wird es in Deutschland sein. Weder Frank Walter Steinmeier, noch Angela Merkel werden durch das Netz gewinnen, aber es kann helfen. Pünktlich zum SPD-Programm-Parteitag ist nun Steinmeiers neue Site online und sie ist ein guter Wurf.
Im Mittelpunkt der neuen Homepage steht der Mensch Frank-Walter Steinmeier. So nimmt ein Foto des Kanzlerkandidaten sowohl auf der Homepage, als auch auf einen Detailseiten fast immer die Hälfte der gesamten Seite ein. Sympathisch, nah und standhaft wirkt der Außenminister auf diesem Bild.
Unterteilt ist die neue Seite in die Rubriken „Meine Ziele“, „Mitmachen“, „Termine“, „Mein Weg“. Auch wenn das Kernelement wohl „Meine Ziele“ sein sollte, ist das heimliche Highlight der Reiter „Mitmachen“, denn an diese Stelle kommt – Sie ahnen es – Obama ins Spiel. Wie auch der US-Präsident, versucht auch Steinmeier via Web möglichst viele Menschen zu mobilisieren.
Passend dazu heißt es gleich unter der Sub-Überschrift „Aktiv unterstützen“: „Es gibt viele Möglichkeiten, Frank-Walter Steinmeier zu unterstützen, auch wenn Sie nur wenig Zeit haben. Jeder der mit anpackt ist hilfreich und herzlich willkommen. Wir zeigen Ihnen, was Sie konkret tun können.“ Als aktive Optionen lässt sich unter Wahlkampf09.de einen Steinmeier-Newsletter abonnieren, die Nutzer können der Facebook-Gruppe beitreten, sich unter MeineSPD.net vernetzen oder den Kandidaten mit einer Spende unterstützen. Dazu gibt es noch einen SPD-You-Tube- oder Twitter-Channel.
Für sich genommen klingt das Angebot von Frankwaltersteinmeier.de nicht spektakulär. Es offenbart sogar an allen Ecken und Enden noch viele Unzulänglichkeiten. Es ist jedoch in seiner optischen und konzeptionellen Umsetzung, die beste Kanzlerkandidatenseiten, die bislang in Deutschland online ging.
Für Steinmeier scheint ein Web-Wahlkampf jedoch keine hohe Priorität zu haben. Bei der Vorstellung seines Regierungsprogramms in Berlin, erwähnte der Kanzlerkandidat in seiner langen Rede das Internet nicht einmal. Es fehlte sogar die obligatorische Internet-Adresse am Rednerpult. Peinlich: „Die Antrittsrede wurde vom Steinmeier-Team nicht aufgezeichnet und stand am Sonntagabend weder als Video noch als Text online. Da auch die TV-Sender phoenix und n-tv die Rede nicht sofort ins Netz gestellten, ist sie nun erstmals futsch“ schreibt Robin Meyer-Lucht.

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