„Life“ is back – im Internet

Es war das bekannteste Fotomagazin der Welt, hatte in besten Zeiten eine Auflage über 13,5 Mio Exemplare und dominierte den US-Zeitschriftenmarkt für mehr als 40 Jahre: LIFE, "the first all-photographic American news magazine". 1972 wurde das Wochenmagazin von Time Inc. eingestellt. In den Folgejahren folgten noch zwei Wiederbelegungsversuche - einmal als Monatsmagazin, einmal als Beilage - aber 2007 war dann endgültig Schluss.

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Es war das bekannteste Fotomagazin der Welt, hatte in besten Zeiten eine Auflage über 13,5 Mio Exemplare und dominierte den US-Zeitschriftenmarkt für mehr als 40 Jahre: LIFE, „the first all-photographic American news magazine“. 1972 wurde das Wochenmagazin von Time Inc. eingestellt. In den Folgejahren folgten noch zwei Wiederbelegungsversuche – einmal als Monatsmagazin, einmal als Beilage – aber 2007 war dann endgültig Schluss.

Die Formel „Fotos, Fotos, Fotos, aber kaum Text“ hatte sich im Zeitalter von hunderten von Fernsehkanälen schlichtweg überlebt. Ein weiteres Problem: die großartigen Bilder ließen jede Anzeige im Umfeld verblassen.

Um das gigantische Archiv zu nutzen, schloss TimeWarner im November letzten Jahres eine Kooperation mit Google und stellte rund 10 Mio. Fotos aus den alten „Life“-Beständen ins Netz, die man über die Googles Bildersuche abrufen kann.

Jetzt geht man noch einen Schritt weiter und läßt „Life“ auch als eigenständige Marke im Internet wieder aufleben. Zusammen mit Getty Images hat der Verlag ein Joint Venture gegründet: Getty Images steuert täglich über 1000 aktuelle Fotos bei, Time Inc. bringt sein gigantisches „Life“-Archiv ein. Und natürlich auch den Namen „Life“, den fast jeder Amerikaner noch erinnern dürfte.

Das neue Fotoportal mit dem Untertitel „Your World in Pictures“ ist dabei  in 5 Kanäle eingeteilt: News, Celebrity, Animals, Travel und Sports. Gerade wurde die Beta-Version gestartet, Life.com ist jetzt für jedermann offen. Einziger Anzeigenkunde im Startmonat ist Rolex. Neben dem Anzeigengeschäft hofft Life.com aber auch auf e-Commerce-Erlöse. So kann man hier Fotobücher im Preis von 19.99 bis 89.99 Dollar kaufen, oder man kann sich für 6 Dollar ein eigenes Foto-Magazin zusammenstellen.

Und da wir im Web-2.0-Zeitalter leben, können User die Fotos von Life.com auch auf Facebook, Flickr und anderen Social Sites einbinden – und sie können die Bildrechte zu kommerziellen Zwecken bei Getty Images erwerben.

Life.com zeigt, wie man Zeitschriftenkonzepten, die in Printform nicht überleben können, im Internet eine Zukunft geben kann. Die Kombination Aktuelles von Getty plus das Archiv von „Life“ ist eigentlich eine Formel, die funktionieren müsste.

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