Google will Twitter-Suche vermarkten

Kaum ein Tag vergeht mehr, ohne dass der boomende Microblogging-Dienst Twitter neue Schlagzeilen produziert. Diesmal sogar ohne eigenes Zutun: Kein anderer als der Vorstandsvorsitzende des bei weitem wertvollsten Internetkonzerns der Welt sprach bei Bekanntgabe der eigenen Quartalszahlen auffällig viel über Twitter. Google, so wird klar, würde nur allzu gern mit dem Emporkömmling bei der Vermarktung von Suchabfragen ins Geschäft kommen. Oder will der Internetgigant sogar mehr?

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Kaum ein Tag vergeht mehr, ohne dass der boomende Microblogging-Dienst Twitter neue Schlagzeilen produziert. Diesmal sogar ohne eigenes Zutun: Kein anderer als der Vorstandsvorsitzende des bei weitem wertvollsten Internetkonzerns der Welt sprach bei Bekanntgabe der eigenen Quartalszahlen auffällig viel über Twitter. Google, so wird klar, würde nur allzu gern mit dem Emporkömmling bei der Vermarktung von Suchabfragen ins Geschäft kommen. Oder will der Internetgigant sogar mehr?

Manchmal sind es die Dinge, die man nicht sagt, die am Ende des Tages hängen bleiben.  Am vergangenen Freitag war es dies: „Ohne direkt Twitter zu nennen – das können Sie sich schließlich vorstellen – könnte der Dienst ein Kanal für Produkt- und Marketing- und Echtzeit-Informationen sein, an die man Werbeprodukte anhängt, sei ein Text oder Video“.  

So weit, so nachvollziehbar. Doch warum macht sich der CEO des bei weitem wertvollsten Internetkonzern der Welt öffentlich Gedanken über den Emporkömmling Twitter, der bis heute noch nicht einen Cent verdient – und das auch noch im Conference Call zu den eigenen Quartalszahlen?

Naheliegende Verbindung: Google und Twitter brauchen einander

Die Antwort liegt auf der Hand: Weil Google Twitter wohl nur allzu gerne die ersten Umsätze bescheren würde. Und das ganz sicher nicht aus Uneigennützigkeit, sondern vielmehr, um daran mächtig zu verdienen. Die Kooperation wäre tatsächlich die naheliegendste Verbindung, die das Web in den letzten Jahren gesehen hat.

Auf der einen Seite der Internetriese, der im zehnten Jahr seines Bestehens eine monopolartige Marktstellung erlangt hat, aber erstmals einen leichten Umsatzrückgang verkraften musste – und entsprechend nach Wachstumsfeldern sucht. Auf der anderen Seite das ’new kid on the block‘, das derzeit heißeste Startup des Silicon Valley, deren Gründer es am Freitag gerade auf die Couch von Oprah Winfey geschafft haben.    

Entsprechend unverholen macht Google Twitter dann auch Avancen: „Es wäre so eine logische Strategie, die sie verfolgen sollten“, erklärte Eric Schmidt auf dem Conference Call mit Blick auf eine mögliche Vermarktung. Um sich daraufhin gleich ungewöhnlich als erster Partner anzubieten: „Wir wären sehr glücklich, wenn wir die  Strategie mit ihnen verfolgen könnten.“ Deutliche Worte.

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