Die deutsche Top 50 der Nachrichten-Sites

Spiegel Online und Bild.de bleiben die unangefochtenen Lieblings-Nachrichten-Websites der Deutschen, taz.de, die Berliner "BZ" und der Freitag gehören zu den Aufsteigern. Das sind einige der Erkenntnisse aus den Februar-Zahlen des Google Ad Planners. Erstmals präsentiert MEEDIA diesmal sogar eine Top 50 der beliebtesten Nachrichten-Angebote der Deutschen, natürlich auch inklusive aller Sites, deren Zahlen nicht von der IVW oder AGOF gemessen werden.

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Auf den Plätzen 1 bis 19 des Rankings hat sich im Februar nichts getan. Zwar haben viele Websites Publikum verloren oder hinzugewonnen, doch die Platzierungen blieben gleich. Spiegel Online führt mit nun 6,20 Mio. Unique Visitors weiterhin vor Bild.de (5,60 Mio.). Der Vorsprung wurde dabei sogar etwas ausgebaut, weil Spiegel Online 1,6% gewann und Bild.de auf dem Januar-Niveau verharrte. Auf dem dritten Platz folgt Focus Online vor Welt Online, das jedoch satte 11,4% verlor und nun gleichauf mit sueddeutsche.de liegt. Auf Rang 20 folgt mit taz.de die erste Website, die sich in der Liste verbessern konnte – von Platz 23 auf 20. Gesorgt hat dafür ein Unique-Visitors-Plus von 60.000 bzw. 13,0% auf das neue Rekordniveau von 520.000.

Ebenfalls deutlich zugelegt hat auf den ersten 25 Plätzen unserer Top-50-Liste manager-magazin.de mit einem Plus von 10,7%. Zweistellig verloren haben hingegen das erwähnte Welt Online mit einem Minus von 11,4%, heute.de (-10,5%) und vor allem netzeitung.de (-19,2%). Die Ad-Planner-Zahlen bestätigen damit die Entwicklung bei der IVW, denn auch dort erlebte netzeitung.de im Februar einen der schwächsten Monate der jüngeren Vergangenheit. So sieht damit die Top 25 der Lieblings-Nachrichten-Websites in Deutschland aus:

Die größten Verlierer in der zweiten Hälfte der Top 50 sind die beiden US-Websites von CNN und der New York Times. Sie hatten im Januar vom vermehrten Publikumsinteresse an der Amtseinführung Barack Obamas profitiert. Im Februar gingen dort aber 23,7% bzw. 10,3% der deutschen Besucher wieder verloren. Ebenfalls relativ stark eingebüßt hat das noch recht junge news.de, dessen Aufstieg mit einem Minus von 15,6% nun erstmal beendet zu sein scheint. Das noch neuere Dnews.de ist ja bekannterweise erst Mitte März gestartet, erste vernünftige Ad-Planner-Zahlen – die aus dem April – werden erst im Juni vorliegen.

Der größte Gewinner auf den Plätzen 26 bis 50 ist mit einem Zuwachs von 46,7% eindeutig die Website der „B.Z.“. Der Relaunch hat hier offenbar einiges an neuem Publikum auf die Seite gespült. Auch bei der IVW zeigte der Pfeil der „B.Z.“ ja schon klar nach oben. Ebenfalls deutlich gewonnen haben HNA.de mit 22,2% und die-topnews.de mit 20,8%:

Abseits der Top 50 gibt es ebenfalls einen klaren Gewinner, die Website der Wochenzeitung „der Freitag“, die nach dem kompletten Relaunch von Zeitung und Netz-Angebot um 32,8% nach oben kletterte. Mit 77.000 Unique Visitors hat freitag.de allerdings noch einen weiten Weg vor sich, wenn man irgendwann ganz oben mitspielen will. Derzeit liegt das Angebot auf Platz 86 der Nachrichten-Angebote, noch hinter Websites wie denen der „Thüringer Allgemeine“ oder der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Bei den Unique-Visitors-Zahlen aus dem Google Ad Planner handelt es sich um echte Menschen, die eine Website innerhalb eines Monats besuchen, vergleichbar also in etwa mit den Unique Usern der AGOF. Google rechnet die Unique-Visitors-Zahlen aus diversen Quellen hoch, über die sich der Internet-Multi bedeckt hält. Unter den Quellen dürften allerdings auch massenhaft eingekaufte anonymisierte Serverdaten deutscher Internet-Provider sein, denn Google stellt mittlerweile auch Zahlen für einzelne Bundesländer und deutsche Städte zur Verfügung.

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