Offener Brief: Jalag antwortet Freelens

Jetzt antwortet der Jahreszeiten Verlag: In einem offenen Brief an Lutz Fischmann, den Vorsitzenden des Fotografen-Verbandes Freelens, nimmt das Hamburger Verlagshaus Stellung zu den Vorwürfen: "Wir empfinden auch die von Ihnen vorgenommene Diffamierung unserer Syndikation als unfair." Unterschrieben ist der Brief von den Verlags-Geschäftsführern. MEEDIA fasst die wichtigsten Passagen und Sätze des Schreibens zusammen.

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Der Jahreszeiten Verlag kann, will und wird wie bisher auch weiterhin keinen Zwang auf Fotografen ausüben, bei uns zu publizieren.


Der Jahreszeiten Verlag verlangt von seinen Fotografen nichts Unmögliches und nichts Unübliches.

Der Jahreszeiten Verlag verlangt keine „Zwangssyndication“. Wir verpflichten keinen Fotografen, exklusiv mit der Jahreszeiten Verlag Syndication zusammen zu arbeiten. Dieser Anspruch besteht ausschließlich für Produktionen, die ohne den Jahreszeiten Verlag gar nicht entstehen würden [i. e.: Auftragsproduktionen; Anm. d. Red.]

Uns ist keine Agentur bekannt, die den Fotografen um Erlaubnis fragt, wenn ein einzelnes Bild weiterverkauft werden soll.


Die Argumentation, dass der Vertrag nicht unterschrieben werden kann, da viele Fotografen an eine Agentur gebunden sind, verdeutlicht, dass Vorwürfe, mit denen der Jahreszeiten Verlag von Ihnen konfrontiert wird, eigentlich an die Adresse von Agenturen gerichtet werden müssten, die solche restriktiven Bedingungen verlangen.

Wenn sich aber doch einzelne Fotografen auf solche Knebelverträge mit Agenturen eingelassen haben, ist das sicher ein Problem.

Wir haben die wirtschaftliche Verantwortung dafür, dass unsere Magazine auch in Zukunft weiter mit einem substanziellen Eigenproduktionsanteil erscheinen können.

Dass wir uns die Möglichkeit offen halten wollen, Fotoproduktionen, die von uns in Auftrag gegeben wurden, auch in anderen Objekten unseres Unternehmens ohne Nachhonorar zu veröffentlichen folgt diesen Gedanken der Wirtschaftlichkeit.

In diesem Kontext empfinden wir auch die von Ihnen vorgenommene Diffamierung unserer Syndication als unfair. Die Kolleginnen und Kollegen dort arbeiten professionell und haben in renommierten Agenturen Erfahrungen gesammelt, sie engagieren sich leidenschaftlich auch im Sinne der Fotografen für eine erfolgreiche Weitervermarktung.

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