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‚Abendblatt‘ & ‚Welt Hamburg‘: Keine Fusion

Seit Wochen brodelt die Gerüchteküche: Legt Springer die Redaktionen des "Hamburger Abendblatt" und "Welt Hamburg" zusammen? Jetzt verkündet "Abendblatt"-Chef Claus Strunz die Entscheidung: "Es wird keine Fusion der Redaktionen geben, wir nutzen aber Synergiepotenziale". Darüber hinaus zieht Strunz eine "überaus positive" Bilanz seines ersten halben Jahres als Chefredakteur: "Wir sind unter den vier wichtigsten Tageszeitungen Deutschlands angekommen."

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Sie sind jetzt rund ein halbes Jahr im Amt. Wie fällt Ihre Bilanz aus?
Überaus positiv. Rechtzeitig zum Halbjahres-Jubiläum von „Abendblatt 3.0“ sind wir unter den vier wichtigsten Tageszeitungen Deutschlands angekommen, wie die Zitate-Analyse des Medienforschungsinstitutes Media Tenor für das erste Quartal 2009 gerade ermittelt hat. In diesem Zeitraum wurde das „Hamburger Abendblatt“ mit exklusiven Nachrichten aus Politik und Wirtschaft 118 mal von anderen Medien zitiert. Nur noch „Bild“, „Handelsblatt“ und „Süddeutsche Zeitung“ liegen vor uns. Das „Abendblatt“ ist damit auch in die Top 10 aller in Deutschland zitierten Medien aufgestiegen.
Mit seinen drei Säulen Lokales vertiefen, Regionales ausbauen und bundesweite Bedeutung stärken und vor allem der Tatsache, dass wir eine gemeinsame Redaktion für Online und Print haben, hat sich „Abendblatt 3.0“ bereits stark durchgesetzt: 97 Millionen PIs bei Abendblatt.de im ersten Quartal sind ein Plus von 62 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Visits haben wir um 42 Prozent zugelegt. Die journalistische Qualität konnte weiter gesteigert werden, was nicht zuletzt die aktuelle Nominierung eines unserer Beiträge für den Henri-Nannen-Preis bestätigt.
Was planen Sie als nächstes?
Wir arbeiten mit aller Kraft am Relaunch von Abendblatt.de, der für Ende April geplant ist und auch weiter am Re-Design der Zeitung, der im Sommer durchgeführt werden soll. Zudem wird Stephan Steinlein als Metropolregionchef künftig alle Aktivitäten aus Lokalem, Norddeutschland und Regionalem bündeln. Damit wird dieser Kernbereich von „Abendblatt 3.0“ weiter gestärkt.
Sie haben ja auch die Zusammenarbeit mit „Welt Hamburg“ vorangetrieben. Kommt es nun doch zur Fusion der Redaktionen?
Um es noch einmal ganz klar zu sagen: Es wird keine Fusion der Redaktionen geben. Wir nutzen aber dort Synergiepotenziale, wo es für beide Titel aus journalistischer und organisatorischer Sicht sinnvoll ist, um die Qualität zu steigern. Konkret heißt das, dass das „Hamburger Abendblatt“ und „Welt Hamburg“ künftig in einer Fotoredaktion und in einer Redaktion für die Terminseiten arbeiten. Mark Sandten, bisher Fotoredakteur bei der „Welt“, organisiert die Zusammenführung der beiden Fotoredaktionen. Ziel es ist, die Abläufe zu optimieren und die Foto-Qualität beider Titel zu verbessern. Jörg Malke vom „Hamburger Abendblatt“ organisiert die Fusion der Terminseiten der beiden Titel. Insbesondere Online kommt dem Termin/Live-Bereich künftig eine noch größere Bedeutung zu.

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