Rupert Murdoch plant Mega-Redaktion

Rupert Murdochs News Corp. bildet eine neue neue Mega-Redaktion, die künftig alle Objekte des Medienkonzerns weltweit mit Nachrichten bestücken soll. Wie genau das funktionieren wird, ist noch unklar. Geleitet wird die neue Redaktion jedenfalls von John Moody, bisher Nachrichtenchef bei Murdochs TV-Sender Fox News. News Corp. wolle effizienter in der Nachrichten-Gewinnung werden, hieß es. Zum Konzern gehören u.a. das „Wall Street Journal“ und die Boulevardzeitung „The Sun“.

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Außerdem sollen auch der TV-Sender Fox News sowie der Boulevardtitel „The New York Post“ und die ehrwürdige Londoner „Times“ an die neue Nachrichtenfabrik angeschlossen werden. Wie es funktionieren soll, dass komplett unterschiedliche Medien aus ein und derselben Hand Nachrichten beziehen, wurde bisher nicht weiter erläutert. Zu Murdochs Reich gehören außerdem noch das Social Network MySpace und diverse Pay-TV-Stationen wie BSkyB in Großbritannien oder Sky Italia sowie der Buchverlag HarperCollins.

Der neue News-Chef Moody sagte in einer Stellungnahme, es sei noch viel zu früh, um Beispiele zu benennen, wie das Zusammenspiel der unterschiedlichen Medien funktionieren könne. Offensichtliches Ziel ist es aber, doppelte Arbeiten zu vermeiden, die Nachrichtenproduktion effizienter und damit deutlich billiger zu machen. Reuters nannte als ein mögliches Beispiel hierfür die exklusive Geschichte der „All Things D!“-Bloggerin Kara Swisher bei Dow Jones, die enthüllte, dass Microsoft und Yahoo erneut über eine Kooperation bei der Anzeigenvermarktung sprechen. Swishers Geschichte lief bei WSJ.com ebenfalls als Top Story, wurde später aber durch eine eigene Geschichte der WSJ.com-Redaktion ersetzt.

Egal wie die neue Mega-Redaktion in Murdochs Medien-Reich arbeiten wird: es ist ein weiteres Beispiel für den nicht mehr aufzuhaltenden Trend hin zur Zentralredaktion.

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