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Jalag weist Fotografen-Kritik zurück

Jalag hat Ärger mit seinen Fotojournalisten. Nach Angaben des Branchenverbandes Freelens haben bereits „hunderte von Fotografen dem Jahreszeiten Verlag die Zusammenarbeit versagt“. Hintergrund ist ein neuer Rahmenvertrag, der von den Bildreportern – ihrer Meinung nach – verlangt, nahezu alle Rechte abzugeben und sämtliche während des Auftrags erstellten Bilder dem Verlag zu überlassen. Verlagsgeschäftsführer Peter Rensmann zeigt sich "verwundert von der Polemik".

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Gegenüber MEEDIA sagte Rensmann: „Wir weisen die Vorwürfe zurück. Wir sind gerne bereit, uns auf sachlicher Ebene mit jedem einzelnen Fotografen auszutauschen.“ Weiter sagt er: „Das Angebot zur Zusammenarbeit des Jahreszeitenverlages an die Fotografen, soll unverändert partnerschaftlich gelebt werden und ist nicht marktunüblich.“ Zum Jahreszeiten Verlag gehören Titel wie „Für Sie“, „Petra“, „Selber machen“, „Merian“, „Der Feinschmecker“ oder „Architektur und Wohnen“.

Ein besonderes Ärgernis in den Augen der 1800 Verbands-Mitglieder ist, dass Verleger Ganske zu den Unterzeichnern des Heidelberger Appells gehört. In diesem heißt es unter anderem: „Autoren und Verleger lehnen alle Versuche und Praktiken ab, das für Literatur, Kunst und Wissenschaft fundamentale Urheberrecht, das Grundrecht der Freiheit von Forschung und Lehre sowie die Presse- und Publikationsfreiheit zu untergraben. Es muss auch künftig der Entscheidung von Schriftstellern, Künstlern, Wissenschaftlern, kurz: Allen Kreativen freigestellt bleiben, ob und wo ihre Werke veröffentlicht werden sollen. Jeder Zwang, jede Nötigung zur Publikation in einer bestimmten Form ist ebenso inakzeptabel wie die politische Toleranz gegenüber Raubkopien, wie sie Google derzeit massenhaft herstellt.“



Neben den Fotojournalisten scheinen sich auch die ersten Bildagenturen dem Protest anzuschließen. Auch sie sehen ihre Geschäftsgrundlage durch den neuen Rahmenvertrag gefährdet.

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