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Entlassungen als TV-Show in den USA

Der US-Fernsehsender Fox will in einem neuen Format Entlassungen als kunterbuntes TV-Spektakel präsentieren. Die Sendung heißt "Someone‘s gotta go" und wird gerade von der niederländischen Firma Endemol (u.a. "Big Brother", "Deal or nor Deal") für Fox produziert. In der Show müssen die Mitarbeiter eines in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Unternehmens entscheiden, wer von den Kollegen gefeuert wird. Ein Sendeplatz steht noch nicht fest.

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Laut Fox und Endemol gab es „überhaupt keine Probleme“, Firmen zu finden, deren Belegschaften an der Show teilnehmen. Es geht um kleinere Betriebe mit 15 bis 20 Angestellten. Die Chefs legen den Mitarbeitern alle Zahlen und Gehälter der Firma offen, dann wird gemeinsam entschieden, wer entlassen wird. Wer die Show moderiert, ist noch nicht bekannt. Es soll wahrscheinlich ein Unternehmensberater werden.

Die Idee zu der pervers anmutenden Anti-Version von „The Apprentice“ (deutsche Version: „Big Boss“) stammt vom Fox-Programmmanager Mike Darnell und Endemol. Als Fan der Sitcom „The Office“ (die Vorlage zum deutschen „Stromberg“) arbeitete Darnell an einer Show, die am Arbeitsplatz spielt. Ursprünglich sah die Idee so aus, dass ein Experte zu einer in Schwierigkeiten geratenen Firma kommt und dabei hilft, das Unternehmen zu retten. Dann sah Darnell einen Bericht über eine Firma, bei der der Chef sich nicht entscheiden konnte, wen er entlassen soll. Das Konzept zu „Someone‘s gotta go“ war geboren.

Bei „The Apprentice“ wurde unter verschiedenen Kandidaten einer ausgewählt, der am Ende einen „Traumjob“ beim Immobilien-Magnaten Donald Trump bekam. Bei „Someone‘s gotta go“ wird das Prinzip ins Gegenteil verkehrt. Am Ende gibt es keinen Gewinner, sondern einen Verlierer. Laut Fox soll dem Entlassenen eine „kleine Abfindung“ gezahlt werden. In den USA regt sich bereits Kritik an dem Konzept. TV-Mann Darnell ficht das nicht an: „Das ist ganz bestimmt nicht schlimmer, als jeden Abend die Nachrichten mit all den Statistiken zu sehen. Außerdem gilt, was für alle solche Shows gilt: Wer er nicht sehen will, braucht es nicht einzuschalten.“

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