Sinkende Erlöse: Kino bald werbefreie Zone

In keiner Branche brechen die Werbeumsätze so stark ein wie in den deutschen Lichtspielhäusern. Innerhalb eines Jahres sind die Werbeerlöse der Kinos um 50 Prozent eingebrochen. Deutschlands größter Kino-Betreiber Cinemaxx erwägt daher, komplett auf Werbung zu verzichten und den Einnahmeausfall durch höhere Eintrittspreise zu kompensieren.

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„Das ist eine Katastrophe vor allem für mittelständische Kinos, bei denen 12 bis 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus Werbung stammen“, klagt Thomas Negele, Chef des Kinoverbands HDF in der „FTD“. Hauptproblem der Kino-Reklame sei, dass sie „relativ teuer und zu unflexibel“ sei, so Christoph Baron, Chef der Mediaagentur Mindshare. Schlechte Vorraussetzungen in Krisenzeiten.

„Heute könnte die Cinemaxx-Gruppe mit 18 Millionen Kinobesuchern mit einer um 0,35 Euro teureren Kinokarte völlig auf Werbung verzichten“ bestätigt Cinemaxx-Großaktionär Jerber Kloiber. Allerdings zeigen Studien, dass ein Großteil der Kino-Besucher „eher nicht“ mehr für eine Kinokarte ausgeben wollen. Im Bundesdurchschnitt kostet eine Kinokarte im Jahre 2008 6,14 Euro.

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