CFO weg: Geht Facebook das Geld aus?

Paukenschlag im Silicon Valley: Nach weniger als zwei Jahren hat Facebook-Finanzchef Gideon Yu den Rückzug angekündigt. Das berichtet die Online-Ausgabe des "Wall Street Journals" gestern Abend. Sofort werden Spekulationen laut: Musste Yu gehen, weil er in Zeiten der Finanzkrise nicht für das nötige Kapital sorgte – oder mit dem selbstbewussten Facebook-Chef Zuckerberg nicht mehr konnte? Wahrscheinlich ist: Facebook sucht einen erfahreneren Mann – in Vorbreitung auf den Börsengang.

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Paukenschlag im Silicon Valley: Nach weniger als zwei Jahren hat Facebook-Finanzchef Gideon Yu den Rückzug angekündigt. Das berichtet die Online-Ausgabe des „Wall Street Journals“ gestern Abend. Sofort werden Spekulationen laut: Musste Yu gehen, weil er in Zeiten der Finanzkrise nicht für das nötige Kapital sorgte – oder mit dem selbstbewussten Facebook-Chef Zuckerberg nicht mehr konnte? Wahrscheinlich ist: Facebook sucht einen erfahreneren Mann – in Vorbreitung auf den Börsengang. 
Wie das „Wall Street Journal“ berichtete und Facebook inzwischen gegenüber dem Technologieportal „TechCrunch“ bestätigte, wird CFO Gideon Yu das boomende Social Network nach weniger als zwei Jahren schon wieder verlassen. Der frühere YouTube-Finanzchef hatte Facebook im Juli 2007 noch der Beteiligungsgesellschaft Sequoia Capital vorgezogen und erklärt, er hoffe, dies „sein letzter Job für eine lange Zeit.“

Auch in der schnelllebigen Internet-Ära kann davon nun eher keine Rede sein. Das legt den Schluss nahe, dass der Rückzug des 37-Jährigen alles andere als geplant erfolgte.  

Facebooks Anforderungsprofil „Suchen jemanden mit Erfahrung bei einem börsengelisteten Unternehmen“

Entsprechend schnell stellt die Frage nach dem „Warum“. Facebook selbst beantwortet sie zwischen den Zeilen in der Antwort gegenüber „TechCrunch“. „Wir haben die Personalberatung Spencer & Stuart mit der Suche nach einem neuen Finanzvorstand beauftragt. Wir suchen jemanden mit Erfahrung bei einem börsengelisteten Unternehmen.“

Damit ist viel gesagt. Yu konnte den wachsenden Ansprüchen der Führungsmannschaft bei Facebook offenbar nicht ausreichend Rechnung tragen. Das gilt möglicherweise auch für Versuche, mitten in der Finanzmarktkrise frisches Kapital zu einer angemessenen Bewertung aufzutreiben, mutmaßt etwa der „Alley Insider„. Schon als legendär gilt in diesem Zusammenhang Yus Investorensuche in Dubai Ende letzten Jahres.

Kommt 2010 der Börsengang?

„Wall Street Journal“-Reporterin Kara Swisher will unterdessen Differenzen zwischen Yu und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ausgemacht haben. Gleichzeitig berichtete das „WSJ“, das Social Network wolle seine Umsätze bis 2010 um 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern.   

Das könnte den Zeitrahmen für einen möglichen Börsengang abstecken – immer vorausgesetzt, die Aktienmärkte rund um den Erdball erholen bis dahin, wonach es nach den zuletzt freundlicheren vergangenen Wochen, in denen verstärkt Technologiewerte anzogen, immerhin wieder etwas mehr aussieht.

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