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EM.Sport: Rote Bilanz nach Abschreibungen

Der Umbau kostet: EM.Sport, Nachfolgeunternehmen des verglühten Neuer Markt-Stars EM.TV, musste bei Vorlage seiner Konzernbilanz für das Geschäftsjahr tiefrote Zahlen bekanntgeben. Mehr als 131 Millionen Euro betrug das Minus 2008 – allerdings maßgeblich verursacht durch Abschreibungen auf die Schweizer Beteiligung Highlight Communication. Im laufenden Geschäftsjahr soll die Rückkehr in die Gewinnschwelle erreicht werden, kündigte Konzernchef Burgener an.

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Es ist nicht wirklich der Tag von Leo Kirch. Erst musste der alternde Medientycoon eine schwere Schlappe im Prozess gegen die Deutsche Bank und ihren früheren Vorstandschef Rolf E. Breuer hinnehmen – dann folgte ein Minus in dreistelliger Millionenhöhe bei seiner Beteiligung EM.Sport.

Seit September 2007 ist der große alte Mann der deutschen Medienbranche wieder als Unternehmer präsent – nämlich in Form eines 17 Prozent-Engagements am Börsenstar aus einstigen Neuer Markt-Zeiten, EM.-Sport, der früheren EM.TV. Jahre der Konsolidierung hatte der verglühte Highflyer unter dem früheren SPIEGELnet AG-Geschäftsführer Werner E. Klatten gebraucht, um wieder halbwegs zurück in die Spur zu finden.

Operativ 69 Millionen Euro verdient

Doch unter Klattens Nachfolger Bernhard Burgener sind die Geschäfte nun wieder krachend in die roten Zahlen abgestürzt. Zumindest in der börsenrechtlich relevanten Bilanz nach Abschreibungen auf die Schweizer Tochter Highlight Communication, die 2008 allein für ein Minus von 172 Millionen Euro verantwortlich war.

Obwohl sich der Umsatz durch die Konsolidierung der Highlight Communication auf 385  Millionen Euro deutlich erhöhte, blieb unterm Strich ein Minus von 131 Millionen Euro hängen. Im Vorjahr hatte das Minus noch 41,2 Millionen Euro betragen. Operativ – also vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) – verbesserte sich das Ergebnis indes von knapp 27 auf gut 69 Millionen Euro.

Rückkehr in die schwarzen Zahlen 2009 geplant

Schon im laufenden Geschäftsjahr will EM.Sport, die sich nach der Übernahme der Constantin Film AG symbolisch in Constantin Medien AG umbenennen will, wieder in die schwarzen Zahlen zurückkehren. So soll der Umsatz auf 500 bis 520 Millionen Euro steigen. Unterm Strich soll dabei ein  Überschuss von etwa 3 bis 5 Millionen Euro hängen bleiben.

Seit knapp zwei Jahren sind EM.Sport (DSF, Sport1.), Highlight Communication (Sportmarketing-Agentur TEAM) und die Filmproduktionsgesellschaft Constantin („Das Parfüm“, „Baader-Meinhof-Komplex“) durch gegenseitige Verflechtungen miteinander verbunden. EM.Sport hält mittlerweile 43 Prozent an Highlight und 98 Prozent an Constantin.

Die Börse reagierte unterdessen enttäuscht auf die Bilanz: Die Aktie von EM.Sport verliert im gegen den Markttrend um rund 5 Prozent auf 2,18 Euro. Das Allzeittief wurde im vergangenen Herbst bei 1,50 Euro aufgestellt.

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