Last Minute-Sponsoren sichern Lead Awards

Mit einem Energieakt hat der Vorstand der Lead Academy die Finanzierung der Preisverleihung und Party am 1. April gesichert. Nur zwei Wochen, nachdem der Vereinsvorsitzende Markus Peichl noch den Spiegel-Verlag als Hauptsponsor präsentiert hatte, steht nun eine alternative Konzeption zur Deckung der Kosten: Rund 20 neue Sponsoren, darunter Verlage, Media-Agenturen, Unternehmen und Einzelpersonen, unterstützen die Veranstaltung 2009. Allerdings wird der Event in kleinerem Rahmen stattfinden.

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Mit einem Energieakt hat der Vorstand der Lead Academy die Finanzierung der Preisverleihung und Party am 1. April gesichert. Nur zwei Wochen, nachdem der Vereinsvorsitzende Markus Peichl noch den Spiegel-Verlag als Hauptsponsor präsentiert hatte, steht nun eine alternative Konzeption zur Deckung der Kosten: Rund 20 neue Sponsoren, darunter Verlage, Media-Agenturen, Unternehmen und Einzelpersonen, unterstützen die Veranstaltung 2009. Allerdings wird der Event in kleinerem Rahmen stattfinden.
Kurzfristig hatten u.a. Gruner + Jahr, Bauer, der Jahreszeiten-Verlag, Condé Nast, der Süddeutsche Magazinverlag, der Zeit Verlag, Beiersdorf, Ströer sowie die Agenturen Serviceplan und KNSK Gelder oder Anzeigenraum zur Verfügung gestellt, um die Awards in diesem Jahr abzusichern. Weil dies nicht ausreicht, die durch den Rückzug des Spiegel-Verlags entstandene Etatlücke von rund 250.000 Euro zu schließen, wird auf einige kostspielige Details verzichtet: So entfallen die aufwändigen Einspielfilme bei der Vorstellung der Preisträger, ein gleichzeitiger Besuch von Party und Ausstellung wird ebenfalls nicht möglich sein. Und auch beim Catering werden Abstriche gemacht. Peichl sprach von einem „beispiellosen Akt der Hilfsbereitschaft“.
Zugleich erneuerte er die Kritik am Spiegel. Dieser sei „wortbrüchig“ geworden und habe seine Verpflichtungen aus dem bis einschließlich 2009 laufenden Vertrag nicht erfüllt. Die vom Verlag ausgesprochene außerordentliche Kündigung vom März 2008 sei unwirksam, weil ihr keine Abmahnung vorausgegangen sei. Der Spiegel hatte wiederholt erklärt, dass mit der Lead Academy nach der Vertragsbeendigung lediglich Gespräche über alternative Beteiligungsformen stattgefunden hätten, diese aber Ende September vergangenen Jahres ergebnislos abgebrochen worden seien.
Peichl präsentierte den Medienjournalisten Auszüge aus Schreiben und E-Mails, die er von leitenden Angestellten des Verlags erhalten habe. Zudem habe er sich noch Anfang März mit einem Verantwortlichen in einem Café zu einem zweistündigen Gespräch getroffen. Ob dies allerdings den „Tatbestand“ einer Verhandlung mit dem Spiegel erfüllt, dürfte wohl nur von einem Gericht zu klären sein.
Der Vorstand der Lead Academy, so Peichl, ist entschlossen, zur Klärung der Frage notfalls auch den Klageweg zu beschreiten. Eine Entscheidung darüber, ob Regressansprüche an den Verlag gestellt werden, werde aber „in aller Ruhe“ nach der Preisverleihung getroffen. Für die Zukunft sieht Peichl allerdings die Notwendigkeit, andere Formen der Finanzierung zu wählen. Das Sponsoren-Prinzip habe sich als „nicht krisenfest“ erwiesen. Möglich sei es, dass die Eintrittsgebühren für die Ausstellung sowie das Symposium erhöht werden. Einreichungsgebühren hält Peichl dagegen für kein probates Mittel.
Die Diskussion um die langfristige Absicherung der Lead Awards und die Diskussion um die Verantwortlichkeiten bei der finanziellen Achterbahnfahrt der letzten Wochen wird wohl auch nach der Veranstaltung am 1. April anhalten. Aber erstmal werden Preisträger und Party gefeiert – soviel ist sicher.

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