DSF gibt Gas: 160 Stunden Motorsport

Das Deutsche Sportfernsehen (DSF) baut sein Motorsport-Angebot aus: Ab 29. März überträgt der Münchener Sender die Motorrad-WM (MotoGP) in allen drei Klassen. Für Chefredakteur Sven Froberg ist der Deal "ein Meilenstein in der Sendergeschichte". Die WM bekomme im DSF ein völlig neues Gesicht. "Wir zeigen bis zu 160 Stunden live – mehr als je zuvor", sagt Froberg. Das erste Rennen findet am 10. April in dem Wüstenemirat Qatar statt, der Sender ist rund 15 Stunden live dabei.

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Beim DSF will man offensichtlich mit dem MotoGP durchstarten: Neben exklusiven Interviews, die Andrea Kaiser unter anderen direkt aus der Boxengasse besorgen wird, gibt es zeitnahe Analysen der Geschehnisse. Dafür hat man Ex-Rennfahrer Alex Hofmann ins Boot geholt. Zudem gibt es eine Streckenvorstellung mit Helm-Mikrofon, von A bis Z alles Wissenswerte über den MotoGP, historische Rückblicke, Hintergrundberichte in den TV-Sendungen „DSF Motor“ und „DSF Bike“ sowie einen Live-Ticker von den Rennstrecken auf dem Web-Portal dsf.de.

Mit den Rechten an der Motorrad-WM katapultiert sich das DSF an die Spitze der Motorsport übertragenden Sender. Mit 831 Sendestunden im Jahr 2009 liegt man deutlich vor dem großen Konkurrenten Eurosport, der die MotoGP zuvor übertragen hatte. Beim Sender aus Paris kommt man nach DSF-Angaben in diesem Jahr lediglich auf 513 Sendestunden.

Das Angebot des DSF beinhaltet alle drei Klassen, also 125ccm, 250ccm und 500ccm. Neben den Rennen werden auch Training und Qualifying gezeigt – entweder live oder in Highlights. Sieben der 18 Termine überschneiden sich mit dem Fußball-Frühschoppen „Doppelpass“. Wie man dieses Problem lösen will, ist noch nicht entschieden. Doch der Sendeplatz des „Doppelpass“ bleibt unangetastet, soviel konnten die DSF-Verantwortlichen versichern.

Angekündigt ist eine Live-Schalte aus dem Kempinski-Hotel in München, wobei die Highlights für die Zuschauer zusammengefasst werden. „Vorstellbar ist auch eine Konvergenz aus On Air- und Online-Übertragung. Die Rennen der 125ccm- und 250ccm-Klasse würden dann auf unserer Webseite als Live-Stream angeboten“, stellt Sascha Jungbluth, Leiter der Kommunikation beim DSF, in Aussicht. „Aber eine endgültige Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen.“

Beim Thema Online eröffnete Jungbluth, dass ein Relaunch des Sender-Portals geplant sei, der womöglich bereits Ende April online gehen wird. Dass Web-TV dabei eine besondere Rolle spielt, liegt in der Natur der Sache. Zudem wolle man mit Communities und eigenständigen Web-Formaten punkten. „Die engere Verzahnung von TV und Online spielt in unseren Planungen eine große Rolle“, erklärte der Kommunikationschef.

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