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Lead Awards: Die Online-Nominierungen

Am 1. April will Markus Peichl in den Hamburger Deichtorhallen die Lead Awards 2009 überreichen. Der deutsche Medien-Oscar gibt es nicht nur für Print-Produkte, Blattmacher, Anzeigen und Fotografen, sondern auch für Online-Projekte. Die Lead Academy kürt Sieger in den vier Kategorien „Webmagazin des Jahres“, „Weblog des Jahres“, „Web-TV des Jahres“ und „Webcommunity des Jahres“. MEEDIA stellt die Nominierten vor und sagt, wer die besten Chancen auf den Sieg hat.

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Webmagazin des Jahres

Baunetz: Der Geheimtipp
Das Web-Magazin für Architekten gehört in Sachen Nachrichten-Optik zum Besten, was das deutsche Netz zu bieten hat. „BauNetz ist der Online-Dienst Nummer eins für Architekten und Planer: 160.000 angemeldete Nutzer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie deutschsprachige Architekten aus allen Teilen der Welt besuchen Baunetz regelmäßig. Monatlich verzeichnet unsere Plattform rund vier Millionen Seitenabrufe (IVW-geprüft).“

Bild.de: Der Top-Favorit
Die erste Reaktion auf die Nominierung von Bild.de ist Unverständnis. Doch Verlegerisch ist das Boulevard-Magazin eine Erfolgsgeschichte. Im Januar 2009 knackte Bild.de als erstes deutsches News-Portal die Klick-Milliarden.

Byte FM: Web-Radio
Das Internet-Radio versteht sich als Autorenplattform und bietet ein qualitativ hochwertiges Nischenprogramm. Bei den Lead Awards hat das Angebot wohl nur Außenseiterchancen.

Webcommunity des Jahres

Smava.de: Geldleihen in Zeiten der Krise
Das Berliner Portal ist ein sogenanntes „Social Lendig“-Angebot. Heißt: Ein Nutzer erklärt der Community warum er dringend ein Kredit braucht und macht Angaben zu seiner finanziellen Situation. Wenn er Glück hat, finden sich genügend andere Nutzer, die ihm Geld leihen.

SoundCloud: Musiker-Plattform
Ole Reißmann von Medienlese sagt: „Soundcloud bekommt den Preis. Sicher. „Über die Web-Plattform können Musiker Tracks austauschen und diskutieren. Das Gründerteam zog gerade von Stockholm nach Berlin.

 
Twitter: Anwärter mit Fragezeichen
Eine seltsame Nominierung, die Fragen aufwirft: Was hat Twitter in der Kategorie Community zu suchen? Warum ein US-Portal bei den deutschen Lead Awards? Sollte Twitter gewinnen, kommt einer der Gründer persönlich, um den Preis in Empfang zu nehmen?

Weblog des Jahres

Rivva.de: Ein Aggregator als Blog
Rivva sollte immer gewinnen, aber warum der Aggregtor ein Blog sein soll, ist wohl ein Geheimnis der Jury. Trotzdem: Den Meme-Tracker, den der Hamburger Frank Westphal im Alleingang programmierte, sucht hierzulande seines Gleichen. Ein großartiges Projekt mit großartigen Inhalten.

Nerdcore: Deutsches Boingboing
Die Unterzeile lautet: „This Blog about very cool stuff. Und so.“ Damit ist fast schon alles gesagt. Hinter dem Blog steht der Webdesigner René Walter. Nerdcore ist weniger ein thematisch geordnetes Journal, als eine übersprudelnde Fundgrube an Technik-Nachrichten, lustigen Clips, persönlichen Betrachtungen und Link-Tipps. Don Alphonso adelte Walters Arbeit bereits: „Ich glaube nicht, dass sich der Aufwand hinter Nerdcore so rechnet, dass man davon adäquat leben könnte, aber im Prinzip schafft Nerdcore inzwischen die Ansprache, für die Spreeblick inzwischen zu faul, behäbig und selbstzufrieden ist.“

Wortfeld.de: Medienblog
Alexander Svensson bloggt über Medienthemen und Netzpolitik. Das macht er auf höchstem Niveau.

Web-TV des Jahres

Digital Concert Hall: Der Favorit
Die digitale Konzerthalle der Berliner Philharmonie. Das Weltklasse-Orchester öffnet sich der Öffentlichkeit. Via Web-Stream gibt es Konzerte für jedermann.

Hobnox: Urbanes Web-TV
Im gewissen Sinne ist Hobnox die junge Antwort auf die Berliner Philharmoniker. Die Web-TV-Plattform kümmert sich auf visuell überzeugende Weise um urbane Kultur. Hobnox hat schon so viele Preise gewonnen, dass sie wohl auf diesen Lead Award gut verzichten können. Der geht – wie gesagt – an die Philharmoniker.

LOOM-TV: Jeder ist Programmchef
Der Claim der Seite: „Nix im Fernsehen. Mach Deinen eigenen Channel.“ Aus vielen freien Feeds und Video-Angeboten werden die Loom-Nutzer zu eigenen Programmchefs und ziehen ihren eigenen privaten Sender hoch. Keine echte Innovation.

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