Online-Baustelle Sport-Communities

Eine der seltsamsten Web2.0-Nischen waren schon immer die Sport-Communities: Erst gab es keine, dann gingen fast zehn Angebote zeitgleich online, und jetzt überarbeiten auch noch MeinVerlein.de und die Netzathleten.de innerhalb einer Woche synchron ihre Homepages. Lustig: Beide Networks beanspruchen jeweils ihre eigenen Superlative. Die einen sind „Deutschlands größte „Vereins-Community“, die anderen „Deutschlands größter Sport-Community“.

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Beide Aussagen lassen sich jedoch belegen. Netzathleten.de zählen – nach eigenen Angaben – 10 Millionen Page Impressions und 200.000 Besucher pro Monat. Und bei MeinVerein.de sollen sich bereits rund 9.000 Clubs organisiert haben. Dabei kommen jedoch nicht alle Vereine aus dem klassischen Sport-Bereich. Auch Taubenzüchter und Briefmarkensammler steht die Plattform offen.

Das Alleinstellungsmerkmal der Vereinsmeier aus Hamburg ist die Bereitstellung eines virtuellen Clubhauses. Im Zuge des Relaunches startet die Seite jetzt einen neuen Instant-Messanger, ein frisches Umfragetool und die sogenannte Pressewartsfunktion. „Über die haben Vereine die Möglichkeit, ihre Berichte, die sie bei meinverein.de erstellt haben, in den Onlineportalen von mehr als 15 Tageszeitungen zu veröffentlichen, mit denen MeinVerein.de kooperiert“, verkündet das Start-up stolz.

Auch die Netzathleten haben ihre Seite überarbeitet und setzen nun auf neue publizistische Konzepte: „Mit dem Relaunch bekommt Netzathleten.de ein neues Gesicht und geht mit einem neuen innovativen Konzept online. Wir erhalten im Zuge des Relaunch ein weiteres Standbein – das interaktive Magazin – indem es um Themen wie Fitness, Ernährung, Lifestyle und mehr gehen soll. Als besonderes Merkmal werden darin zahlreiche Tipps und Beiträge mit Olympioniken verfasst“, erklärt Netzathleten-Gründer Stefan Pfannmöller gegenüber MEEDIA. Für sein neues Magazin wird der Chef auf viele alten Kontakte zurückgreifen können. Im Kanuslalom belegte er bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney den fünften Platz. Mit der Sport-Community wagte Pfannmöller den Sprung aus dem Wasser ins Web-Business.

Mit der neuen Internet-Zeitschrift hofft der ehemalige Olympionike vor allem Sportler und Sportbegeisterten zu überzeugen, die sich nicht nur für Fußball interessieren. „Das Netzathleten-Magazin richtet sich an diese junge, sportbegeisterte Leserschaft aktiv Sporttreibender. Mit dem Slogan ‚alles was Sportlern Spaß macht’ werden dabei natürlich auch Lifestyle-, Fun- und Boulevard-Themen nicht zu kurz kommen.“

Gemacht wird die Online-Illustrierte von einer kleinen Redaktionen externer Sportjournalisten. „Wir setzten allerdings bewusst auch auf interaktive Komponenten, sodass der User sich und seine Sporterfahrungen einbringen kann.“
 
Das Alleinstellungsmerkmal der Netzathleten sieht Pfannmöller in der Kombination von redaktionellen Magazin-Inhalten und Community: „So ist es beispielsweise sehr einfach, einen passenden (realen) Trainingspartner zu finden. Darüber hinaus zeichnet sich netzathleten.de durch die zahlreichen Sportstars aus, mit denen gemeinsame Magazin-Inhalte produziert werden.“ Der Gründer garantiert, dass für Mitglieder auch viele Sportstars in der Community hautnah anzutreffen sind.

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