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Burda geht auf Männer- und Öko-Fang

Hubert Burda Media hat seine Anteile am Online-Frauennetzwerk Glam.de auf 49 Prozent aufgestockt. Damit wurde gleichzeitig auch die Beteiligung an der US-Mutter Glam Media leicht erhöht. Bisher lag der Burda-Anteil an Glam Media im mittleren einstelligen Prozentbereich. Glam Media bündelt und vermarktet frauenaffine Inhalte verschiedener Websites und Blogs unter einem Dach. Burda will das Modell in Deutschland ausbauen. Geplant ist das Angebot "Brash" für Männer und "Eco" für Öko-Interessierte.

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Mit Brash.com hat Glam Media Anfang 2009 ein Glam-Pendant für Herren online gestellt. Inhalte: Sport, Essen + Trinken, Reisen, Gadgets, Fernsehen, Reisen. Mit leicht bekleideten Damen hält sich Brash.com auffallend zurück. Man will wohl die Werbekundschaft nicht mit Schlüpfrigkeiten vergraulen. Wie die „FAZ“ in ihrem Blog „Netzökonom“ berichtet, soll Brash in den nächsten Monaten auch in Deutschland starten. Gleichzeitig sei der Start einer Website für Öko-Interessierte unter dem Markennamen „Eco“ geplant. Burdas Versuch, die so genannten LOHAS („Lifestyle of Health and Sustainability“) mit dem Print-Produkt „Ivy“ zu packen, scheiterte.

Das Grundprinzip von Glam.Media gilt als Web-Hoffnung für Medien im Internet. Unter dem Dach der Marke (Glam oder Brash) werden Inhalte von vielen verschiedenen kleinen Websites und Blogs in einheitlichem Look präsentiert. Die Urheber der Inhalte werden an den Werbe-Erlösen beteiligt. Auf diese Weise schafft es Glam Media, Werbetreibenden sehr viele Inhalte ohne horrende Redaktionskosten zu präsentieren. Durch die schiere Größe des themenrelevanten Netzwerks lassen sich zudem Skalierungseffekte in der Vermarktung erzielen.

Ende 2008 aggregierte Glam Media Inhalte von über 700 Websites. 2009 will Glam Media weltweit in die schwarzen Zahlen kommen – wenn die Werbewirtschaft mitspielt. Für die Aufstockung der Anteile hat Burda einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag investiert. Der Umsatz von Glam.de hierzulande soll sich ebenfalls im einstelligen Millionen-Bereich bewegen. Ein zartes Pflänzchen Hoffnung, dass sich online doch noch Geld mit Inhalten verdienen lässt.

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