Xing: CEO Lars Hinrichs tritt zurück

Das Ende der Spekulationen: Xing-Gründer und CEO Lars Hinrichs wechselt in den Aufsichtsrat und übergibt das operative Geschäft an Stefan Groß-Selbeck. Ab 15. Januar soll der – jetzt wohl ehemalige – Ebay-Deutschland-Chef die Geschäfte des börsennotierten Business-Netzwerkes führen. Hinrichs schreibt im Firmen-Blog, er wolle sich mehr "Freiraum für neue unternehmerische Herausforderungen schaffen". Der neue Chef gilt als Asien-Experte.

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Groß-Selbeck erfüllt zwei wichtige Kriterien: Er ist Deutscher, was für den Heimatmarkt, der noch immer das wichtigste Standbein für das Businessnetzwerk ist, aus PR-Gründen wohl eine unverzichtbare Voraussetzung war. Darüber hinaus hat er Erfahrung mit der Leitung einer globalen Web-Company, und er kennt den asiatischen Markt sehr gut. Für ein Jahr arbeitete Groß-Selbeck bereits als Chief Operating Officer der chinesischen Ebay-Tochter eBay EachNet.

„Nach fünf außerordentlich erfolgreichen Jahren – mit rasantem und zugleich nachhaltig profitablem Wachstum im In- und Ausland – ist das Unternehmen, das sein Wachstum komplett aus eigener Kraft finanziert hat und schuldenfrei ist, nun bereit, in dem bereits unter der Führung von Lars Hinrichs erfolgreich aufgebauten Geschäftsbereichen B2B und B2C weiteres Wachstum zu realisieren“, heißt in der Unternehmens-Stellungsnahme zum Führungs-Wechsel.

Warum Hinrichs nach fünf erfolgreichen Jahren die Unternehmensleitung abgibt, erklärt der Gründer im Firmenblog: „Nach fünf sehr spannenden und erfolgreichen Jahren habe ich mich dazu entschieden, mir neben meinem Engagement bei XING wieder mehr Freiraum für neue unternehmerische Herausforderungen zu schaffen.“ Weiter schreibt der Hamburger, dass er sich jetzt wieder mehr um das kümmern will, was im als Unternehmer besonders am Herzen liegt: „Neue Ideen zu entwickeln und sie mit unternehmerischem Engagement umzusetzen.“

Gegenüber dem Branchen-Dienst Turi2 wehrt sich der 32-jährige gegen Gerüchte, wonach er zum Rückzug gezwungen worden wäre: „Das war seit drei Monaten geplant“, zitiert Turi2 Hinrichs.

Hinrichs gibt nicht alle Macht ab. Denn mit rund 27 Prozent ist der Gründer noch immer der größter Einzelaktionär.

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