Wird Facebook jetzt zur Supermacht?

Publishing Das amerikanische Social Network Facebook hat nicht nur die meisten User, es wächst auch am schnellsten – und das weltweit. Nach aktuellen comScore-Daten stieg die Gesamtanzahl der Unique Visitors mit 132 Millionen im Juni 2008 innerhalb des letzten Jahres um 153 Prozent. In Südamerika nahm die Besucherzahl um nahezu unglaubliche 1055 Prozent zu, in Europa um 303 Prozent. Eric Schonfeld von TechCrunch bezeichnete das weltmeisterliche Wachstum als „Facebook World Tour“. Eine Erklärung hat er auch parat.

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Im Vergleich zu Facebook hinkt die Konkurrenz deutlich hinterher. Für MySpace ermittelte comScore einen kraftlosen Besucher-Zuwachs von drei Prozent zwischen Juni 2007 und Juni 2008, das Netzwerk Hi5 legte um 100 Prozent zu. Auf den weiteren Plätzen: Friendster (+ 50 Prozent), Orkut (+ 41 Prozent), Bebo (+ 32 Prozent) und Skyrock Network (+ 19 Prozent).

Beeindruckend ist der Zuwachs von Facebooks „Total Unique Visitors“ vor allem im Ausland: Legte Nordamerika mit 38 Prozent auf gutem Level zu (mit 49 Millionen Besuchern pro Monat), verzeichnete der Asien-Pazifik-Raum ein Plus von 458 Prozent (20,7 Millionen Besucher monatlich).  Er rangiert damit vor dem Mittleren Osten und Afrika (403 Prozent Zuwachs und knapp 15 Millionen Besucher) sowie vor Europa mit 303 Prozent Zuwachs und monatlich 35 Millionen Besuchern.

Unangefochtener Spitzenreiter ist Südamerika mit monatlich knapp 12 Millionen Uniques im Juni 2008. Im selben Monat ein Jahr zuvor waren es gerade einmal 1.033 Millionen, ein Unterschied von 1055 Prozent.

TechCrunch-Autor Eric Schonfeld führt den enormen Wachstumssprung auf die Einführung neuer Sprachversionen für Facebook zurück. Vor diesem Hintergrund sei der User-Zuwachs in Südamerika nicht mehr so erstaunlich, wie die blanken Zahlen vermuten ließen – auch wenn man sich fragen müsse, ob hier eine „weitere globale Supermacht“ entstünde.

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