Web-Zukunft: Ebay für Mietwohnungen

Die Entscheidung beim zweiten "Webfuture Awards" ist gefallen. Im Finale setzte sich "SherlockHomes" durch - ein Vermittlungsportal für Mietwohnungen. Platz zwei und drei gingen an iDO World, eine Plattform, die spendenbezogene Finanzströme organisiert und tredition, ein Netzwerk-Verlag für "Print on demand"-Bücher, E-Books und Hörbücher. Auch Xing-Chef Lars Hinrichs war auf der Veranstaltung und wirkte dabei nicht unbedingt, als wäre er von Rücktrittsgedanken geplagt.

Anzeige

Hamburg am Mittwochabend um kurz nach acht: Es regnet in Strömen, der Anpfiff des Fußballklassikers Deutschland-England ist in nur noch eine halbe Stunde entfernt, während sich der eigentliche Krimi jenseits des Atlantiks abspielt – erstmals seit 2003 näherte sich der wichtigste Börsenindex der Welt, der Dow Jones Industrial Average, wieder der 8000-Punktemarke.   

Von Krisenstimmung im gut gefüllten Restaurant Elbwerk indes weit und breit keine Spur. Bei Fingerfood und Champagner gab sich die Branche ein Stelldichein:  In feierlicher Runde vor rund 2oo Gästen überreichte  Senatorin Karin von Welck dann die Schecks. Der erste Platz ging dabei an die erst im Juni gegründete Ramm Capital GmbH, die die Jury mit ihrem Online-Immobilienvermittlungsportal Sherlock Holmes überzeugt hatte.

Award-Gewinner Sherlock Holmes: „Der folgende Tag war ein Gefühl wie am ersten Weihnachtstag“

Die Business-Idee: Gerade in Großstädten schrecken hohe Maklergebühren Neumieter oft bei attraktiven Objekten ab. Über die Plattform Sherlock Holmes finden Interessenten und Bieter indes nach dem bei Ebay bekannten Auktionsprinzip zusammen. Ein ausziehender Mieter kann seine Wohnung also direkt an einen Nachmieter vermitteln: Dabei wird der neue Mieter weniger belastet, während trotzdem die Interessen aller Beteiligten (ausziehender Mieter,
neuer Mieter und Vermieter) gewahrt bleiben.

„Der Sieg beim Web Future Award ist natürlich ein phantastisches Erlebnis für uns“, freute sich der 31-Jährige Malte Niebuhr, der zusammen mit seinem gleichaltigen Partner Andreas Ramm den Preis gewann. „Es fühlt sich nicht nur wahnsinnig toll an, sondern ist eine  unglaublich wertvolle und profunde Bestätigung, erstmals von außen und durch ausgewiesene Experten“, ordnet Niebuhr gegenüber MEEDIA den Triumph ein.   
„Als letzter Gast haben wir dann den Ort des Erfolges verlassen und unsere Feier ganz hanseatisch auf der Reeperbahn fortgesetzt, bis wir uns in den frühen Morgenstunden auf den Heimweg machten. Der  folgende Tag war ein Gefühl wie am ersten Weihnachtstag. Am Vorabend gab es ein tolles Geschenk und nun war es ruhig und man konnte es richtig genießen. Den Tag werden wir wohl nie vergessen!“, beschreibt der Award-Gewinner gegenüber MEEDIA seine Gefühlslage.

„iDO World: Wir sind mit unserem Projekt auf Kurs“

Auf dem zweiten Platz landete iDo World: Eine Plattform, die spendenbezogene Finanzströme organisiert und Menschen und Unternehmen die Möglichkeit des sozialen Engagements bietet.

„Wir sind mit dem zweiten Platz sehr zufrieden und freuen uns, dass sich iDO World gegenüber der starken Konkurrenz behauptet hat. Der Wettbewerb hat uns gezeigt, dass unsere Strategie die richtige ist und wir mit unserem Projekt auf Kurs sind“, sagt Hubertus von Treuenfels, Geschäftsführer von iDO World.Platz drei ging an tredition, ein Netzwerk-Verlag für „Print on demand“-Bücher, E-Books und Hörbücher.

Lars Hinrichs auf dem Webfuture Award: Alles andere als in Rücktrittslaune

Für die Hamburg@work war die Veranstaltung ein voller Erfolg. „Wir sind begeistert von der durchweg positiven Resonanz auf den Webfuture Award 2008. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl der Einreichungen deutlich erhöht. Auch die Zahl der Jurymitglieder ist gestiegen. Das zeigt uns, dass wir mit unserem Konzept des Webfuture Awards voll im Trend liegen und Hamburgs führende Rolle als Internet-Hochburg so weiter stärken können“, erklärte Uwe Jens Neumann, Vorsitzender des Hamburg@work e.V.

Auch Lars Hinrichs wurde übrigens auf der Veranstaltung gesichtet. Der omnipräsente Xing-Gründer, der ein Hamburg@Work-Netzwerker der ersten Stunde ist, wirkte dabei unterdessen nicht, als wäre er von Rücktrittsgedanken zermartert. Der 31-Jährige war in Smalltalk vertieft und schien sich prächtig zu amüsieren…

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige