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Verkaufsgerüchte um Techcrunch

Die Gerüchte verdichten sich: Michael Arrington will sein Technologie-Blog Techcrunch verkaufen. Die Seite gehört zu den einflussreichsten Insider-Quellen im Silicon Valley. Über die Identität des Käufers und den Preis spekuliert die Branche allerdings noch. Heißeste Kandidaten sind: Rupert Murdochs Fox Interactive und AOL. Nach Ars Technica und PaidContent würde damit das nächste US-Tech-Blog für weit über 20 Millionen Dollar von einem traditionellen Medienhaus geschluckt.

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In ihren Weblog Allthingsd berichtete Kara Swisher vom „Wall Street Journal“, dass sich AOL-Vertreter bereits seit sechs bis acht Wochen mit Arrington und der Techcrunch-Geschäftsführerin Heather Harde treffen würden. Stand der Gespräche: Der Provider bietet 20 bis 30 Millionen Dollar, Arrington fordert 100 Millionen. Zu einer offiziellen Stellungnahme war Harde nicht bereit.

In der US-Tech-Szene machen sich bereits die ersten Kommentatoren über den möglichen Deal lustig. Denn AOL gilt bei Insidern als Totengräber aufstrebender Internet-Projekte. Prominente Flop-Beispiele sind die Social Networks Mirabilis und Bebo oder der Web-Browser Netscape.  

Das Gerücht über das Interesse von Fox Interactive, der Internet-Abteilung von Rupert Murdochs News Corp., basiert dagegen nur auf Hörensagen. Das Silicon Valley-Gossip-Blog Valleywag zitiert einen anonymen Startup-Gründer, der am vergangenen Wochenende die Techcrunch-Autoren beim Feiern gehört haben will. Die Arrington-Crew soll dabei bereits auf den erfolgreichen Deal mit Fox Interactive angestoßen haben.

Techcrunch gilt in den USA als eines der einflussreichsten und bekanntesten Blogs. Thematisch beschäftigt sich die Seite ausschließlich mit Internet- und Technologie-Themen. Gründer Michael Arrington gilt als unsympathisch, aber einflussreich und bestens informiert. Alle vier Wochen surfen rund 2,7 Millionen Besucher zu dem News-Portal. Die Werbeeinnahmen liegen bei knapp 200.000 Dollar im Monat. Zu den vielen bekennenden Lesern des Blogs gehört auch der Apple-CEO Steve Jobs.

Sollten sich die Gerüchte bewahrheiten, wäre Techcrunch bereits das dritte Technologie-Blog, dass innerhalb weniger Wochen von einem
arrivierten Medienhaus gekauft wird. So zahlte Condé Nast für Ars Technica 25 Millionen Dollar und der britische „Guardian“ schluckte ContentNext, die Mutter des Blogs PaidContent, für geschätzte 30 Millionen Dollar. Als weitere Übernahme-Kandidaten gelten noch GigaOm, der Silicon Alley Insider und VentureBeat.

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