Übernahmegerüchte: IBM könnte Sun erlösen

Es wäre die größte Akquisition in der darbenden Technologiebranche seit Jahren: Der Computer-Hersteller und IT-Dienstleister IBM will den Server-Anbieter Sun Microsystems für 6,5 Milliarden Dollar übernehmen. Das berichtet die Online-Ausgabe des "Wall Street Journals". Die leckgeschlagene Sun-Aktie legt daraufhin eine furiose Kursrallye hin: Zum Handelsstart an der New Yorker Wall Street gewinnt das Papier mehr als 60 Prozent seines Wertes.

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Sun Microsystems zählte in den späten 90er-Jahren neben Microsoft, Intel, Cisco, Oracle und Dell zu den wertvollsten Technologieunternehmen der Welt. Seit dem Platzen der New Economy-Blase erlebte das 1982 von Scott McNealy gegründete Unternehmen jedoch einen stetigen Niedergang, von dem sich der Java-Entwickler bis heute nicht erholte.  

Sun Microsystems war im Zuge der Finanzkrise zuletzt wieder in die roten Zahlen gerutscht und hatte im ersten Quartal einen dreistelligen Millionenverlust verbucht. Seit Längerem galt Sun, das an der Technologiebörse Nasdaq nur noch mit einem Bruchteil seines früheren Wertes taxiert wird, als Übernahmekandidat. Auch Dell oder Heweltt-Packard wurden zuletzt als mögliche Käufer gehandelt.

Kursrallye nach „WSJ“-Bericht: Sun-Aktie legt um 60 Prozent zu

Nach Berichten des „Wall Street Journals“ ist nun das nach Microsoft wertvollste Technologieunternehmen der Welt an Sun herangetreten: IBM habe Sun eine Offerte in Höhe von 6,5 Milliarden Dollar in Bargeld gemacht, schreibt das Murdoch-Blatt – das entspräche fast dem Doppelten des Börsenwertes von gestern.  

Die Sun-Aktie reagierte daraufhin zur Handelseröffnung mit einem Kurssprung von mehr als 60 Prozent auf rund 8 Dollar. Das ist das höchste Niveau seit dem Börsencrash im vergangenen Herbst.

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