„The Avastar“: Springer beendet E-Paper-Projekt

Der Axel Springer Verlag stellt die Wochenzeitung "The Avastar" ein. Seit Dezember 2006 berichtet das als E-Paper vertriebene Blatt über die Ereignisse in dem Spiel "Second Life". Der Ausstieg zeigt, dass der Hype um virtuelle Welten langsam zum Erliegen kommt. Die gesammelten Erfahrungen will der Verlag im Ausbau des Internetangebots "bild.de" nutzen.

Anzeige

Das Boulevard-Blatt selbst, das in Second Life (SL) erschien, wurde bereits im Oktober eingestellt. Nun soll auch noch der Online-Auftritt von "The Avastar" verschwinden. Das in Englisch und Deutsch geführte Portal galt ursprünglich als eines der aufwendigsten Medienprojekte in der virtuellen Welt. Die Zeitung war im Spiel für 150 Linden-Dollar (entspricht etwa 42 Cent) zu kaufen.

Die Redaktion soll nun in andere Verlags-Projekte eingegliedert werden. Dem Medienmagazin DWDL.de bestätigte der Springer-Verlag, mit dem Projekt habe es sich um ein "Experimentierfeld hinsichtlich neuer digitaler Medien" gehandelt. Die erworbenen Erfahrungen will der Verlag nun in anderen Bereichen nutzen.

Bereits letzte Woche kündigte Google an, den SL-Konkurrenten "Lively" zum Jahresende einzustellen. Nun beendet Springer sein SL-Engagement und verdichtet damit die Anzeichen, dass den virtuellen Welten langsam die Luft ausgeht.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige