StudiVZ unbeliebteste Web-Company

Viel Feind, viel Ehr: In der IVW-Klickparade erreicht kein Konkurrent die Angebote der VZ-Gruppe. Doch so erfolgreich StudiVZ ist, kein anderes Portal weckt mehr negative Emotionen als das Netzwerk. Exklusiv für MEEDIA untersuchten die Social Media-Spezialsten von Ethority, wie im Netz über die einheimischen Start-ups gesprochen wird. Das Resultat: Über StudiVZ wird am meisten und am negativsten diskutiert. Das beste Image dagegen verzeichnet das Berliner Nokia-Investment Plazes.

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Die Kritik an der Studenten-Community zielte im Oktober hauptsächlich auf die Person des ehemaligen Chefs Marcus Riecke und seiner umstrittenen Demission. Dazu stört viele User, dass die Tochter der Verlagsgruppe Holtzbrinck mit harten juristischen Mitteln gegen jede kleine Webseite vorgeht, die das Kürzel VZ in ihrem Namen trägt. Dritter großer Reizpunkt sind technische Unzulänglichkeiten der Plattform. „Trotz aller Kritik muss man allerdings auch sehen, dass StudiVZ die Plattform ist, über die im deutschen Netz einfach am häufigsten gesprochen wird. Schließlich ist StudiVZ das Userstärkste Netzwerk im deutschsprachigen Raum“, sagt Ethority-Unternehmenssprecher David Nelles.

Weitere Verlierer ist die Social News-Plattform Webnews, der Online-Shop Cyberport, die Blog-Marketing-Agentur Trigami und das Kleinanzeigen-Portal Kijiji. Der Ebay-Tochter wird unter anderem vorgeworfen, ein Tummelplatz für Betrüger zu sein.   

Die Top fünf-Liste führt mit Plazes ein echter Überraschungssieger an. Positiv auf das Image des Berliner Geotagging-Spezialisten hat sich wahrscheinlich ausgewirkt, dass man gerade von Nokia gekauft wurde. Auf Platz zwei folgt Qype. Auch die Hamburger warten mit guten Nachrichten auf. Im diesem November schreiben sie zum ersten Mal eine schwarze Null. Auf den Plätzen folgen noch Spreadshirt, Last.fm und die Handarbeits-Plattform Dawanda. 
 

„In unserer Untersuchung sind wir  der Frage nachgegangen über welche Start-ups im Web viel gesprochen wird, wer also am meisten Buzz erzeugt und wie über das jeweilige Startup gesprochen wird“, sagt Nelles. In dieser Kategorie führt – wenig überraschend – StudiVZ mit 8,4 Prozent. Bereits mit einem kleinen Abstand folgen das Businessnetzwerk Xing (5,1 Prozent) und MyVideo (3,1 Prozent).

Für eine echte Überraschung sorgt Wer-kennt-wen, der Shootingstar unter den deutschen Netzwerken. Im IVW-Ranking der beliebtesten Seiten belegt die RTL-Tochter mit 4,1 Milliarden Page Impressions und 125 Millionen Visits den dritten Platz aller gelisteten Angebote. Doch in der Buzz-Analyze von Ethority kommt die Plattform nur auf einen Wert von einem Prozent. Das reicht gerade einmal für Rank 19.

Das Ethority Start-up-Barometer analysierte die Image-Werter der Web-Companys, indem die Experten die Tonalität von Foren-Diskussionen untersuchten. Dabei benutzt wird das Analysetool von ethority  Als wichtigstes Hilfsmittel dient dabei eine umfangreichen Keywordliste.  Ausgehend von der Datenbank  kategorisiert die Crawlertechnologie Usermeinungen  unzählige Begriffe werden in die Kategorien „positiv“, „negativ“ und „neutral“ unterteilt. „Mit unserer Methodik ist Ethority in der Lage, die globale Online-Meinungsbildung zu tracken. Unsere spezielle Gridmaster-Technologie liefert dazu Echtzeitaufnahmen zu allen im Netz diskutierten Themen, von Produktqualität über Firmenimage bis hin zur Reputation von Einzelpersonen (z. B. CEOs) in den nutzergenerierten Medien“, erklärt der Unternehmenssprecher. Insgesamt analysierten die Hamburger über 18.000 Postings zu rund 600 deutschen Start-ups.

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