Relaunch: Wissen.de setzt auf Videos

Die angekündigte Metamorphose ist jetzt vollzogen: Die Bertelsmann-Tochter „Wissen.de“ hat sich vom Nachschlagewerk zum schicken Wissens-Magazin gemausert. Das Portal ist übersichtlicher, interaktiver und punktet mit interessanten Themenpaketen und einem vielfältigen Multimedia-Content. Dennoch behält Chefredakteur Jörg Peter Urbach Bodenhaftung: „Wenn wir uns bei etwa 1,5 Millionen Unique Visitors im Monat einpendeln, ist das gut“.

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Über sechs Monate lang haben das 27-köpfige „Wissen.de“-Team und der Technologie-Anbieter „Nionex“ an dem Relaunch des Portals getüftelt. Augenfälligste Neuerung ist neben der aufgehübschten und geordneten Magazinoptik der Multimedia-Content. Auch bei „Wissen.de“ setzt man auf den Trend zu Bewegtbildern im Internet. „Es ist unser erklärtes Ziel, die Video- und Audioinhalte stärker auszubauen. Das macht unser Magazin lebendiger“, sagt Urbach im Gespräch mit MEEDIA.

Mit dem wöchentlichen Video-Podcast „Durchblick“ zum Beispiel will das Team einen eigenen Online-Ansatz entwickeln, in dem die aktuelle Nachrichtenlage debattiert wird. Mitglieder der Redaktion können konträr über eine Schlagzeile diskutieren – wie etwa über den olympischen Fackellauf.  Für diesen Video-Content wurde am „Wissen.de“-Standort München eigens ein Studio eingerichtet. Derzeit – so Chefredakteur Urbach – wird an zwei bis drei weiteren visuellen Formaten gearbeitet.

Auch in den Audiobereich setzt man große Erwartungen. Einmal pro Woche erscheint das Hörmagazin „Ohrensausen“, das in fünf bis zehn Minuten Länge einen bunten Mix an Infohäppchen für den Nutzer bereithält – von Gewinnspielen oder dem „Geräusch der Woche“ bis zu aktuellen Themenschwerpunkten.

Den bekannten News-Portalen will „Wissen.de“ keine Konkurrenz machen. „Wir wollen uns ganz bewusst von der aktuellen Nachrichtenlage abkoppeln und selbst Themen setzen“, betont Urbach. Auf der Startseite rotieren vier Top-Teaser zu Themen wie beispielsweise energiesparendes Wohnen. Daneben findet man auf der mittlerweile horizontal angelegten Navigationsleiste in acht Ressorts Interviews, Wissenstests und Reports.

Weitere Neuerung: Ab sofort kann jeder Leser die Beiträge bewerten und kommentieren. Sogar nicht registrierte User haben die Möglichkeit, sofort ihre Meinung kundzutun. Ein mutiger Entschluss: „Es war unser Ziel, den Nutzer stärker zu animieren, an unserem Magazin mitzuwirken“, sagt Urbach. Allerdings existiert auch ein Kontrollmechanismus: Das jeweils zuständige Ressort muss die User-Beiträge erst frei schalten, bevor sie online gehen.

Neben den magazinigen Inhalten und den aktuell vier Blogs gibt es Nutzwert in gewohnter Form – die User können mittlerweile insgesamt 150.000 Lexikoneinträge absurfen, sowie mehr als eine Million  Informationshäppchen –  darunter Chroniken oder Wörterbücher –  lesen.

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