Qik: Handy-Videos live ins Netz stellen

Just qik it: Mit Qik finden Handy-Videos den schnellsten Weg ins Netz. Der Video-Service, der es ermöglicht, mobile Aufnahmen live zu übertragen, geht nun – nach einer halbjährigen Testphase – an die Öffentlichkeit. Viele Tech-Blogger konnte Qik bereits überzeugen. Was der Dienst seinen Konkurrenten voraus hat: Er ist schnell. Mit einer Latenz – der Verzögerungszeit zwischen Aufnahme und Wiedergabe – von einer halben bis drei Sekunden setzen die Kalifornier neue Maßstäbe.

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Um Qik zu nutzen, muss man sich auf der Site registrieren und die kostenlose Qik-Software auf dem Handy installieren. In Sekundenschnelle führt einen Qik dann durch das Menü und ebenso schnell hat man den Dreh raus:  Das Aufnehmen und Streamen ist kinderleicht. Jeder Qik-Nutzer bekommt eine eigene URL, wie etwa qik.com/nutzername, auf der die Livestreams zu sehen sind.

Alle älteren Videos werden automatisch archiviert. Über den Qik-Videoplayer lassen sich die Clips direkt in andere Webseiten oder in die persönlichen Facebook- und Myspace-Profile integrieren. Auf Wunsch erhalten auch Twitter-Kontakte Benachrichtigungen von neuem Material. Über Gruppenzugehörigkeiten lässt sich einstellen, wer Videos sehen und kommentieren darf.

Die Applikation ist derzeit für knapp 40 Handy-Modelle erhältlich, weitere Hersteller und Modelle kommen täglich hinzu. Speziell Symbian- und Windows-Modelle werden unterstützt. Die iPhone 3G-Version scheitert noch an der fehlenden Apple-Lizenz.

Hinter Qik steckt Visivo Communications, ein junges Start-up aus Santa Clara. CEO der Firma ist der Software-Entwickler Ramu Sunkara, der zuvor bei Oracle tätig war. Die Seite setzt nicht auf Werbung, stattdessen plant sie mit Geschäftslizenzen für eine kommerzielle Nutzung. Wahrscheinlich ist auch, dass Qik, sobald sich der Dienst durchgesetzt hat, gegen Lizenzierung von Handyherstellern integriert werden kann. Und auch Affiliate-Programme mit großen Social Networks sind denkbar.

Gegenwärtig beschäftigt Qik 30 Mitarbeiter, 15 in den USA und 15 in Russland. Qiks größte Konkurrenten sind die israelische Seite Flixwagon und Kyte.

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