Neuer deutscher Friendfeed-Rivale

Sie haben es wieder getan. Am Bremer Stadtrand residiert die Multimedia-Agentur Construktiv. Neben dem klassischen Werbegeschäft versteht sich Agentur-Chef Kai Tietjen bestens darauf, interessante Web 2.0-Trends aus den USA erfolgreich für Deutschland zu adaptieren. So etablierte er mit dem Social Bookmark-Dienst Mister Wong einen echten Del.icio.us-Konkurrenten. Die neueste Construktiv-Entwicklung ist nun der Friendfeed-Nachbau Lifestream.

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Von der Grundidee funktioniert Lifestream wie sein großes US-Vorbild. Das Angebot ermöglicht es über eine Übersichtsseite, alle Online-Aktivitäten von Freunden oder interessanten Personen zu verfolgen. Ob nun jemand einen Blog-Eintrag schreibt, bei Xing einen neuen Kontakt gewonnen hat oder bei YouTube ein Video hochlud – alles wird von dem Social Media Aggregator registriert und veröffentlicht. „Die Nutzer können natürlich selbst festlegen, welche Aktionen sie für wen sichtbar machen wollen“, erklärt Christian Clawin, Pressesprecher von Construktiv.

Beim Aufbau und in der technischen Umsetzung gleicht Lifestream zwar seinem Idol Friendfeed, doch in der aktiven Nutzung gelang den Bremern eine klare Abgrenzung. Denn im Gegensatz zu den Amerikanern, die den deutschen Markt noch komplett ignorieren, überzeugt der Neuling durch seine konsequente regionale Ausrichtung. „Uns ist es gelungen, 56 deutsche Web 2.0-Angebote davon zu überzeugen, uns ihre User-Feeds zur Verfügung zu stellen“, sagt Clawin. Dazu gehören viele wichtige Dienste wie Xing, Photocase, MyVideo, Clipfish oder Qype.

Gebaut wurde das Angebot – in einer ersten Version – von dem ecuadorianischen Entwickler Juan Xavier Larea. Der Südamerikaner ist ein gerngesehener Partner in Bremen. Er programmierte bereits das Contrukstiv-Tool Websnabr, das sich selbst in den USA großer Beliebtheit erfreut.

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