Holtzbrinck will weiter im Web wachsen

Das wird den alten Print-Rivalen mißfallen: Die massive Online-Expansion der Verlagsgruppe Holtzbrinck zahlt sich aus. Die Stuttgarter konnten – auch dank der Investitionen in StudiVZ & Co. – ihren Umsatz 2007 um elf Prozent steigern. Im Web will das Medienhaus auch 2008 weiter wachsen und schließt laut „Süddeutscher Zeitung“ zusätzliche Zukäufe nicht aus. Die schlechte Nachricht: Finanzgeschäftsführer Jochen Gutbrod rechnet bei der VZ-Gruppe für 2008 noch mit Verlusten.

Anzeige

Mit dieser Ankündigung bestätigt der Holtzbrinck-Manager ein Gerücht, dass sich seit Wochen hält. Offiziell galt bis heute die Aussage von StudiVZ-Chef Marcus Riecke, dass die gesamte VZ-Gruppe 2008 profitabel arbeiten würde. Doch die Integration der frisch gestarteten Community MeinVZ scheint nur schleppend voran zu gehen und auch bei der Vermarktung gelingt es dem Berliner Netzwerk noch nicht die nötigen Auslastung zu erzielen.

Im Moment macht das Web-Geschäft knapp zwölf Prozent der Gesamteinnahmen der Verlagsgruppe aus. Gutbrod sagte jedoch der Süddeutschen Zeitung, dass bis 2011 rund ein Viertel des Holtzbrinck-Umsatzes über die Internetsparte generiert werden soll.

Der Gesamtumsatz des Mutterkonzerns stieg im vergangen Jahr um elf Prozent auf 2,49 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern beträgt 215 Millionen Euro. 2006 waren es noch lediglich 67 Millionen. Im Detail erwirtschafteten die Zeitungen 719 Millionen Euro (+3,5 Prozent), die Unternehmens-Sparte Erziehung und Wissenschaft 750 Millionen Euro (+11 Prozent) und die elektronischen Medien 205 Millionen Euro (+70 Prozent).

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige