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Handy-TV stirbt den frühen Tod

Die Fußball-EM sollte eigentlich den Startschuss geben, nun wird das Projekt offenbar beerdigt: Laut Bild.de will Burda nicht länger auf Handy-TV setzen. Gemeinsam mit den Partnern Holtzbrinck, Paulus Neef und Naspers versuche man jetzt, einen Weg zu finden, möglichst elegant aus der Sache rauszukommen. Mit dem Joint Venture Mobile 3.0 scheitert bereits der zweite Versuch in Deutschland Handy-TV einzuführen. Bereits zur Fußball-WM 2006 sollten die Spiele auf dem Handy laufen.

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Schuld am drohenden Aus von Mobile 3.0, dem Joint Venture zwischen Burda, Holtzbrinck und dem südafrikanischen Technologie-Konzern Naspers, seien unter anderem die Landesmedienanstalten. Deren langsame Arbeitsweise habe das Projekt immer wieder verzögert. Auch das deutsche Mediengesetz wurde für die Betreiber zum Problem: Must-Carry-Verpflichtungen zwingen TV-Betreiber, bestimmte Sender zu übertragen, ob sie wollen oder nicht.

Und auf technischer Ebene hat Mobile 3.0 unliebsame Konkurrenz bekommen: Neuere Handymodelle, etwa von LG oder Garmin, können per Teleskopantenne frei verfügbare TV-Signale kostenlos empfangen. Sie torpedieren damit das Geschäftsmodell von Mobile 3.0. Handy-TV sollte als Pay-Angebot ca. fünf Euro monatlich kosten. Mobile-3.0-Präsident Rudolf Gröger sieht aber auch Probleme im eigenen Lager und attestiert seinen Mitgesellschaftern Entscheidungsschwäche.

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