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Digital-Geschäfte wachsen langsamer

Der US-Marktforscher Strategy Analytics hat einen Digital Media Index (DMI) veröffentlicht, nach dem sich das Umsatzwachstum der großen Unternehmen im Digital-Geschäft deutlich abschwächt. Nach Aussage des DMI sank deren Umsatzwachstum im 2. Quartal auf relativ mickrige 0,8 Prozent, verglichen mit einem Wachstum von 3,3 Prozent im 1. Quartal dieses Jahres. Viele Big Player wie AOL, Yahoo oder Apples iTunes müssen sogar Rückgänge bei den Erlösen verkraften.

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So sank der AOL-Umsatz im 2. Quartal um vier Prozent, der von Yahoo um 1,1 Prozent. Microsofts Erlöse stagnierten mit einem Minus von 0,6 Prozent. Apples Online-Laden iTunes muss sogar einen Rückgang von sieben Prozent verkraften. Das klingt jedoch schlimmer als es ist. Die iTunes-Umsätze sind im 2. Quartal saisonal bedingt traditionell schlecht und sackten auch im 2. Quartal des Vorjahres um 6,9 Prozent ab. Unter den großen fünf Unternehmen der digitalen US-Wirtschaft kann allein Such-Primus Google dem Trend trotzen. Google legt auch im 2. Quartal um 3,5 Prozent zu. Im 1. Quartal betrug das Google-Wachstum allerdings noch 7,4 Prozent.

Eine weitere interessante Erkenntnis aus dem Digital Media Index: Rupert Murdochs Digital-Sparte Fox Interactive Media (MySpace und Co) hat in den vergangenen zwölf Monaten ein Umsatzwachstum von sagenhaften 55,6 Prozent hingelegt und war damit das am schnellsten wachsende Digital-Unternehmen der USA.

Die Experten von Strategy Analytics bewerten den allgemeinen Umsatz-Abschwung im 2. Quartal als Folge der grassierenden Wirtschaftsschwäche der USA im Zusammenhang mit der Banken- und Immobilienkrise. Die Lehre daraus: Auch die digitale Wirtschaft kann sich dem Sog eines allgemeinen Wirtschaftstrends nicht entziehen.

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