Die populärsten Websites im Oktober

Google hat seinen AdPlanner mit neuen Zugriffszahlen aller weltweiten Websites gefüttert. Die wichtigste Erkenntnis für den deutschen Teil des Internets: Communities und Browsergames werden immer beliebter. Während die sozialen Netzwerke wie "wer-kennt-wen.de" und "Facebook", die zu den Aufsteigern des Monats Okober gehören, schon etabliert sind, erobern sich Browserspiele wie "Pennergame" und "Gondal" gerade explosionsartig den Massenmarkt.

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„Pennergame.de“, das schon im September zu den größten Aufsteigern gehörte, hat noch einmal kräftig zugelegt. Von 920.000 Unique Visitors pro Monat verbesserte sich die Website in Deutschland innerhalb von vier Wochen um 63,0% auf 1,5 Mio. Damit gehört das „Pennergame“ laut „Google AdPlanner“ nun sogar schon zu den 100 beliebtesten Websites Deutschlands. Immerhin in die Top 200 eingetaucht ist „Gondal“, ein Fantasy-Abenteuer-Spiel, das ebenfalls komplett im Browser stattfindet. Im September verzeichnete Google für „Gondal.de“ in Deutschland noch 290.000 Unique Visitors, nun sind es auf einmal 910.000. Eine sagenhafte Explosion um 213,8%.

Zwei weitere Branchen, die sich im Oktober über steigende Nutzerzahlen freuen können, sind die angesprochenen sozialen Netzwerke und Versandhäuser. Bei den Communities legten insbesondere „wer-kennt-wen.de“ und „Facebook“ zu – um 600.000 bzw. 500.000 Unique Visitors. „Facebook“ klopft damit nun auch an die Pforte der Top 50 Deutschlands an. Schon im kommenden Monat könnte der Sprung klappen. „wer-kennt-wen.de“ ist da schon weiter, liegt mit 5,70 Mio. Nutzern pro Monat auf Rang 15 und rückt den Platzhirschen „schülerVZ“ und „StudiVZ“ immer mehr auf die Pelle. Bei den Versandhäusern kletterten vor allem die Websites von C&A, Schwab, Tchibo und Jack Wolfskin. Offenbar geht mit dem Jahreszeitenwechsel bei vielen Leuten auch ein Wechsel in der Garderobe einher. Die Top Ten der größten Aufsteiger des Monats sieht wie folgt aus:

Im Gegensatz zur Gewinnerliste lassen sich bei den Absteigern keine wirklichen Trends erkennen. Ausnahme: Wetter-Websites wie „Wetter.com“ oder „WetterOnline“ verlieren wie immer im Herbst Teile ihres Sommer-Publikums. Daneben gehört aber eine bunte Auswahl aus verschiedensten Branchen zu den Verlierern: „PartyPoker.com“ brach fast die Hälfte der September-Nutzer weg, „RTL.de“ verlor mit einem Minus von 1,20 Mio. Unique Visitors ebenfalls deutlich und auch „MyVideo“, „Yahoo“ und „SchülerVZ“ büßten 1 Mio. und mehr ein:

An der Spitze des Google-Rankings führt in Deutschland weiterhin das übliche Trio: „ebay“ mit 18 Mio. Unique Visitors vor der „Wikipedia“ mit 16 Mio. und „Web.de“ mit 13 Mio. – alle Werte sind unverändert gegenüber dem Vormonat. Zur Erinnerung: Normalerweise würden mit hoher Wahrscheinlichkeit Google und YouTube die Liste anführen, doch die Besucherzahlen der eigenen Websites verschweigt der Internet-Multi leider. Direkt hinter dem Führungstrio folgt die Website Mozilla.com, die deswegen um 3,6 Mio. Besucher angewachsen ist, weil in dem Zeitraum ein Update für den Firefox-Browser verfügbar wurde, das die Nutzer nach dem Download automatisch auf die Website geführt hat. Ähnlich Gründe könnten auch beim Aufstieg von Adobe.com vorliegen. Redaktionelle Angebote finden sich in unserer Top 25 wie im Vormonat zwei: „Chip Online“ mit 5,60 Mio. Unique Visitors und „Spiegel Online“ mit 4,60 Mio.:

Auf Platz 26 folgt mit „Bild.de“ die zweiterfolgreichste Nachrichten-Website. Der gesamten News-Branche widmen wir uns am Freitag in einer ausführlichen Analyse mit einer eigenen Top 30. „RTL.de“ ist mit dem bereits erwähnten Verlust von Platz 19 auf 27 gerutscht, viele Plätze gut gemacht haben „StayFriends“ und „meinestadt.de“, sowie „AOL“, das von Platz 52 auf 39 aufgestiegen ist. Auch „meinVZ“ belegt nun einen der Top-50-Plätze unseres Rankings:

Zur Erinnerung: Wie genau Google die Zahlen seiner Tools AdPlanner und Trends for Websites errechnet, verrät das Unternehmen nicht. Da auch demographische Daten ausgewiesen werden, können die Zahlen aber nicht allein auf Traffic-Daten der Google-Suchmaschinen-Server basieren, sondern müssen eingekauftes Panel-Material von Firmen wie ComScore oder Nielsen enthalten. Vergangene MEEDIA-Analysen haben ergeben, dass die Zahlen große Übereinstimmungen zu angesehenen Kennziffern wie die der AGOF aufweisen und sich daher auf dem besten Wege befinden, zu einer erntzunehmenden Konkurrenz für IVW, AGOF, Nielsen, ComScore & Co. zu werden.

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