Condé Nast auf Einkaufstour im Web

Das US-Verlagshaus Condé Nast kauft für geschätzte 25 Millionen Dollar das populäre Techblog Ars Technica. Damit erweitert der Verlag sein Portfolio um ein weiteres Online-Magazin, zu dem mit wired.com bereits ein renommierter Newsdienst gehört. Ebenso leise und bisher offiziell unbestätigt hat Condé Nast die Entwickler-Seite Webmonkey und das Online-Magazin HotWired von Lycos übernommen. Eine Web-Offensive, die offensichtlich das lahmende Print-Geschäft ausgleichen soll.

Anzeige

Das bereits 1998 gegründete Ars Technika soll nach Auskunft des amerikanischen Blogs Techcrunch bei Wired Digital eingegliedert werden, dem Online Ableger von Condé Nast. Nach Schätzung von US-Blogger Michael Arrington könnte der Zukauf  dem Verlag weitere 4,5 Mio Unique Visitors pro Monat bescheren. Die ehemaligen Gründer Ken Fisher und Jon Stokes bleiben zusammen mit den etwa 8 Angestellten im Unternehmen.

Mit dem Kauf, der etwa zeitgleich mit der Übernahme der Entwickler-Seite Webmonkey und dem Online-Magazin HotWired durch Wired Digital stattfindet, setzt Condé Nast seinen Beutezug im Online-Markt fort. 2006 zahlte der Verlag für das Technologie-Magazin wired.com ebenfalls rund 25 Millionen Dollar und übernahm im gleichen Jahr die Social-News-Site reddit.com.

Condé Nast setzt offensichtlich verstärkt auf Digital Media, um sein wachstumsschwaches Zeitschriftengeschäft auszugleichen.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige