Christiane zu Salm: Aus bei Burda

Christiane zu Salm scheidet aus dem Burda-Vorstand aus. Offiziell bat die 42-Jährige den Verleger Hubert Burda um die vorzeitige Vertragsauflösung. Als Beraterin soll zu Salm den Verlag allerdings weiterhin zur Verfügung stehen. Als Konsequenz aus der Demission tritt Neu-Vorstand Philipp Welte seinen Posten nun schon am 1. Dezember an. Am Nachmittag gab es bereits erste Gerüchte, dass die Neun Live-Gründerin Nachfolgerin von ProSiebenSat.1-Chef Guillaume de Posch werden könnte.

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Der belgische CEO des TV-Medienkonzerns will das Unternehmen zum Jahresende verlassen. Noch gibt es keine offiziellen Nachfolgekandidaten für den Manager.

Der Grund für die einvernehmliche Trennung soll laut „Handelsblatt“ sein, dass Hubert Burda der TV-Fachfrau zu wenige unternehmerische Freiheiten gewährt hätte. Möglich auch, dass zu Salm einen innerbetrieblichen Machtkampf mit Neu-Vorstand Philipp Welte verlor, nun die Konsequenzen zog und hingeschmissen hat: „Dies ist eine persönliche Entscheidung, die wir sehr bedauern, aber akzeptieren“, erklärt Verleger Hubert Burda in der offiziellen Unternehmens-Stellungnahme. Mit dem Rückzug der TV-Expertin erhält Burdas Versuch, den Vorstand konsequent zu verjüngen, einen Dämpfer.

Ursprünglich sollte zu Salm nach ihrem Dienstantritt im April 2008 als Vorstand für Digitale Medien und Crossmedia die Verzahnung von Print-, TV und Online-Inhalten weiter vorantreiben. Doch mit dem ambitionierten Projekt Handy TV scheiterte Burda und musste die Lizenzen Ende Oktober zurückgeben.

Vor zwei Wochen überraschte die Meldung, dass der Burda-Verlag die Zuständigkeiten innerhalb des Vorstandes umbaut. Christiane zu Salm sollte nach diesen neuen Plänen die Zuständigkeiten für die Abeilungen Dachmarketing, Forschung und die Kommunikation abgeben. Stattdessen sollte sich die 42-Jährige verstärkt um Dirketmarketing kümmern. Insider werteten dies bereits als Zeichen, dass zu Salm den internen Kampf um die Macht im Vorstand gegen Philipp Welte verloren hatte. Nach dem vorzeitigen Aus von zu Salm fängt Welte nicht wie geplant am 1. Januar, sondern bereits am 1. Dezember bei Burda an.

Ein Nachfolger für die scheidende Vorstandsfrau scheint nicht gesucht zu werden. Die von ihr betreuten Bereiche sollen sich künftig Philipp Welte und der bisherige Technikvorstand Paul-Bernhard Kallen teilen. „Der Ausbau der crossmedialen Aktivitäten fällt in die Verantwortung von Verlagsvorstand Philipp Welte“, heißt es in der Pressemitteilung. „Er und Burda-Vorstand Dr. Paul-Bernhard Kallen teilen sich die Vorstandsverantwortung der Burda Direct Group in Offenburg. Die Geschäftsführer der zum Vorstand Crossmedia gehörenden Bereiche R&D, Marketing & Communications, Dr. Marcel Reichart und Stephanie Czerny, berichten wieder direkt an Verleger Dr. Hubert Burda.“

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