BBC scheitert mit Online-Offensive

Die britische Rundfunkanstalt BBC ist mit ihrem Plan gescheitert, landesweit 65 regionale Internetportale mit Video- und Textinhalten zu errichten. Das bis zum Jahr 2013 angelegte Vorhaben hätte 68 Millionen Pfund gekostet – zu viel für den Aufsichtsrat BBC Trust, der das Projekt nach einem Public-Value-Test gestoppt hat.

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Die BBC solle lieber ihre bestehenden Angebote vor allem im Fernsehen verbessern, zitiert die „FAZ“ den Vorsitzenden des BBC-Trust, Michael Lyons. Die Einrichtung der Internetportale leiste keinen solch großen öffentlichen Beitrag, als dass die Kosten zu rechtfertigen seien und auch nicht die negativen Folgen, die dies für kommerzielle Medien habe. Der Plan eines regionalen Online-Netzwerks erscheine wohl „auf absehbare Zeit“ als nicht angemessen, so die BBC.

Jedes einzelne der Portale, die Nachrichten, Sport und Wetterinformationen bereithalten sollten, hätte nach „FAZ“-Angaben 350.000 Pfund pro Jahr gekostet, vierhundert Leute sollten beschäftigt werden. Es ist das erste Mal, dass ein Public-Value-Test für die BBC negativ ausgeht.

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