Barack Obama sucht den Super-Techie

Kaum ist Barack Obama zum 44. Präsidenten der USA gewählt, dreht sich auch schon das Personalkarussell. Es werden bereits hochkarätige Namen aus der amerikanischen Technologiebranche gehandelt: Erstmals soll nämlich die Position eines Technologieberaters geschaffen werden. So verlockend der Job unter dem Glanz des neuen Hoffnungsträgers auch erscheint, so wenig prägend dürfte er doch in der Praxis sein. Google-CEO Eric Schmidt sagte bereits ab.

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Es brechen neue Zeiten an. Mit Hochdruck bereitet der gewählte, neue Präsident seinen Amtsantritt am 20. Januar vor. Gestern besichtigte Barack Obama erstmal sein neues Zuhause an der Pennsylvania  Avenue und traf dabei mit den noch amtierenden Präsidenten George W. Bush zusammen. Hinter den Kulissen indes läuft die Zusammenstellung  bereits auf vollen Touren.

Mittendrin in den Spekulationen befand sich lange Zeit auch Eric Schmidt, der Obama bereits im Wahlkampf unterstützt hatte. Welche Rolle der omnipräsente Google-CEO unter dem 47-jährigen neuen Präsidenten spielen könnte? Die des Sonderbeauftragten für die Technologiebranche – neudeutsch: Chief Technical Officer (CTO). Der wird nämlich neu geschaffen.

Google-CEO Eric Schmidt sagt offiziell ab

Der Google-Vorstand wird es indes nicht werden, wie Eric Schmidt am Freitag gegenüber CNBC-Lautsprecher James Cramer in seiner TV-Show „Mad  Money“ erklärte. „Ich liebe meine Arbeit bei Google und bin sehr froh, bei Google zu bleiben“, erklärte der 53-Jährige. „Die Antwort lautet also: Nein.“

Vielleicht ist das jedoch nur die halbe Wahrheit. „Obama könnte ihn fallen gelassen haben“, mutmaßt das Branchenblog Valleywag. Um im nächsten Satz die gegenteiligen Spekulationen zu entfachen: „Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Schmidt den Job gar nicht wollte – sondern nur, dass Obama ihn fragt.“

„Schmidt braucht nicht Amerikas CTO zu werden – er ist es bereits!“

Die Einschätzung erscheint logisch: Warum sollte der CEO des höchst bewerteten Internet-Konzerns der Welt seinen Vorstandsjob gegen den eines Regierungsbeauftragten eintauschen? Keine Frage: Ein Regierungsetat von 50 Milliarden Dollar sowie der Ausbau des Breitband-Internets sind keine schlechten Voraussetzungen bzw. Aufgaben. Allerdings: Sie wären wohl kaum mit dem Geschäftsalltag beim aktuell beliebtesten Arbeitgeber der Welt vergleichbar.

„Warum sollte man einen Haufen Regierungs-IT verwalten, wenn man schon Google leitet und Jets direkt neben der Nasa parkt?“ folgert Valleywag. „Schmidt braucht nicht Amerikas CTO zu werden – er ist es bereits!“
 
Offiziell geht die Suche indes weiter. Glaubt man Branchenexperten, wird inzwischen ein illustrer Kreis der angesehensten CEOs und Gründer des Silicon Valleys gehandelt. Darunter unter anderem Microsofts Steves Ballmer und Bill Gates, Amazons Jeff Bezos und Internet-Vater Vinton Cerf, dem wahrscheinlich am leichtesten verfügbaren Kandidaten. Ausgang: völlig offen.

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