App Store: Pimp my iPhone, Steve!

Nach drei Tagen wurden weltweit bereits über eine Million iPhones 3G verkauft. Damit das neue Handy noch stärker zur mobilen Internet-Station wird, setzt Apple – ähnlich wie Facebook – auf kleine Zusatzprogramme zum Tunen des Telefons. Zum Start bietet der App Store über 500 verschiedene Applikationen. Mit diesem Konzept ist Steve Jobs der Konkurrenz mal wieder einen Schritt voraus. Während Rivale Google Ähnliches plant, eröffnete Apple seinen Laden. Mit Erfolg: Es gab schon 10 Millionen Downloads.

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Eine beeindruckende Zahl, die beweist, dass die Nutzer das iPhone nicht mehr nur als Telefon, sondern mittlerweile immer stärker als Online-Plattform wahrnehmen.

Das Angebot im App-Store reicht von praktischen Tools wie Reiseführer oder Web 2.0-Erweiterungen für Facebook & Co. bis zu Nonsens-Tools, die aus den Telefon eine Taschenlampe, ein Laserschwert oder ein Glas Bier (iPint) machen. Vor allem iPint entwickelte sich innerhalb von Stunden zur Kult-Applikation. Das Programm verwandelt das Handy-Display in eine gefüllte Pilstulpe. Neigt der Spieler das Telefon kann er das Glas nun virtuell austrinken. Prost! Das Spiel ist kostenlos, wird aber von der britischen Biermarke „Carling“ gesponsert. Das zeigt: Auch die Privatwirtschaft hat den Apple-Laden schon als Werbeplattform entdeckt.

Die Highlight-Applikation für Wissenschaftler und Designer ist „Molecules“. Das Tool stellt chemische Verbindungen in einer dreidimensionalen Ansicht dar. Auf dem Display können die Nutzer die Moleküle nun drehen und heranzoomen.

Die Verkaufsschlager im digitalen Laden sind aber weder die Nonsens-, noch die Business-Erweiterungen, sondern die Games. Die „FTD“ berechnete, dass unter den zehn meistverkauften Applikationen sieben Videospiele finden. Die Verkaufsschlager heißen „Super Monkey Ball“ oder „Texas Hold’em“. Der Preise pro Game variieren. Das Poker-Spiel kostet vier Dollar, für „Super Monkey Ball“ werden 7,99 Dollar fällig.

Geordnet ist die Download-Plattform in 18 Rubriken: von Gesundheit und Fitness bis Wetter. Wie auch bei den Spielen kosten die
Auch die Applikationen unterschiedlich viel.

Mit seinem neuen Online-Laden bietet Apple nur die Verkaufs-Plattform. Entwickelt und geschrieben wird die iPhone-Software von unabhängigen Anbietern. Über den App-Store können sie dann jedoch ihre Produkte gebündelt an den Kunden bringen. So hat Apple keine Arbeit, streicht die Provisionen ein und verwöhnt seine iPhone-Nutzer mit viel Zusatzsoftware.

Steve Jobs dagegen kann sich ganz auf die Produktion von Hardware konzentrieren. Mit der zweiten Generation des iPhones gelang ihm nun das Kunststück, die Verkäufe des Vorgängers weit zu überbieten. Im Technologie-Sektor eine Seltenheit. Mit Stolz verkündete er deshalb: „Wir brauchten 74 Tage, um vom original iPhone eine Million Stück zu verkaufen. Beim iPhone 3G schafften wir dasselbe in drei Tagen.“

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