Spiegel Online startet Widget-Offensive

Nach Twitter, Facebook und diversen RSS-Angeboten baut Spiegel Online sein Web2.0-Angebot aus und bietet nun auch eigene Widgets. Die SpOn-Inhalte lassen sich jetzt auf den Desktop ziehen und in Blogs sowie eigene Webseites. Für ein ähnliches Angebot wurde die „New York Times“ bereits gebührend gefeiert. Die Hamburger sind hierzulande aber nicht die erste Redaktion, die auf die kleine Helfer-Tools setzt. Mit „Mein Klub“ startete Bild.de bereits ein erfolgreiches Fußball-Widget.

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Die „NY Times“ launchte ihr Widget-Angebot Anfang des Jahres. Bei den US-Amerikanern lassen sich die aktuellen Artikel in einem kleinen Kasten anzeigen und auf eigenen Webseiten und Blogs einbauen. Mit wenigen Klicks lässt sich zusätzlich sogar einstellen, welches Ressort und welches Thema von besonderem Interesse ist.

Der neue Service der Hamburger ähnelt der „NY Times“-Applikation: „Ob in der Sidebar von Windows Vista, auf dem Dashboard von Apple Mac, dem personalisierbaren Internet-Portal Netvibes oder im Browser Opera: Überall können Sie sich unsere Berichte, Analysen, Reportagen und Interviews darstellen lassen“, schreibt die News-Plattform in einer Hausmitteilung. Weiter heißt es: „Sogar in Blogs und Internet-Seiten können Sie die praktischen Widgets einbauen.“

Für die technische Umsetzung holte sich Spiegel Online die Unterstützung der Widget-Experten von Netvibes. Das Start-up bietet eine personalisierte Startseite, die schon seit Jahren auf die kleinen Info-Tools setzt. Je nach technischen Vorraussetzungen bietet Spiegel Online nun Widgets für sein gesamtes Nachrichten-Angebot, für das Zeitgeschichte-Portal Einestages.de, die Satire-Rubrik SPAM und die aktuellen Kino-, TV- oder Musik-Rezensionen.

Bereits vor Spiegel Online startete Bild.de seine Applikation „Mein Klub“. Dieses Widget lässt sich in diverse Social Networks wie Facebook oder die VZ-Angebote (StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ) einbinden. „Bild.de liefert mit „Mein Klub“ den Nutzern die aktuellen Nachrichten, Hintergrundinformationen und Videos rund um deren favorisierte Bundesliga-Fußballvereine“, erklärt Verlagssprecher Tobias Fröhlich. Der Clou am Bild-Service: Das Widgets funktioniert zusätzlich auch als Mobile-Applikation für das iPhone.

Seit langen schon prophezeihen diverse Web-Experten den Widgets und Mobil-Applikationen eine goldene Zukunft. Ob nun Bild.de oder Spiegel Online: Der Start der neuen Dienste ist nur ein Anfang. Bald ziehen sicherlich auch andere Verlage nach.

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