Lead Awards: „Zeit Magazin“ ist Favorit

Zu den Hauptfavoriten bei der Verleihung der Lead Awards zählen in diesem Jahr das „Zeit Magazin“, der „Stern“ und der „Spiegel“: Das „Zeit Magazin“ hat mit sechs Nominierungen die Nase vorn, gefolgt vom „Stern“ mit fünf und dem „Spiegel“ mit drei. Je zwei Nominierungen können die „Vogue“ und der Dauergewinner der letzten Jahre, das „SZ Magazin“, aufweisen. Der Preise werden am 1. April in Hamburg vergeben. Trend laut Academy-Chef Markus Peichl: „Die Substanz kehrt zurück.“

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Wie im Vorjahr ist die Nominierungsbreite groß: Eine Vielzahl von Magazinen hat Chancen auf einen LeadAward – darunter sowohl Independents wie „Dummy“, „Mode Depeche“ und „Vorn“ als auch Klassiker wie „Geo“, „GQ“ und „Brigitte Woman“.
Zum ersten Mal wurde eine Arbeit gleich zweimal für einen Lead Award nominiert. Der Beitrag „Sex“ des Star-Fotografen Mario Testino aus der „Vogue“ wurde sowohl in der Kategorie „Cover des Jahres“ als auch in der Kategorie „Feature des Jahres“ ausgewählt.

„Spiegel“, „Stern“ und „Vanity Fair“ wiederum sind die Medaillennominierten in der Rubrik „Beitrag des Jahres“: Der „Spiegel“ mit seiner Finanzkrisen-Chronik „Der Bankraub“, der „Stern“ mit der Irak-Kriegsbilanz „Was wurde aus Menschen auf den Kriegsbildern“ und „Vanity Fair“ mit einem 60-Seiten-Special zum Wahltriumph von Barack Obama.

Für die Auszeichnung „Lead Magazin des Jahres“, den begehrtesten Preis der LeadAwards, sind in diesem Jahr „Brand Eins“, „Stern“, und „Zeit Magazin“ nominiert – der „Stern“ zum vierten Mal in Folge, „Brand eins“ und „Zeit Magazin“ zum ersten Mal. Im vergangenen Jahr gewann das Kunst- und Modemagazin „032c“ in dieser Kategorie.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr sind die Lead Awards 2009 von einer Konzentration auf das Wesentliche geprägt. Sowohl in der Fotografie, aber insbesondere auch bei den Texten, zeigt sich, dass die Macher von Zeitschriften in Zeiten der Krise deutlich sachlicher berichten und beispielsweise das klassische Erzählen von Geschichten wiederentdecken. Der Vorsitzende der LeadAcademy Markus Peichl sieht darin ein klares Indiz dafür, „dass die Substanz zurückkehrt und auf schmückendes Beiwerk zunehmend verzichtet wird“.

Auch im Bereich „Anzeigen“ stellte die Jury fest, dass die Werber auf bewährte Erfolgsrezepte setzen, um die Wahrnehmung der Leser wieder zu gewinnen. Die Agenturen „Scholz & Friends“ und „Jung von Matt“ konnten dabei als einzige zwei Nominierungen ergattern. Ansonsten teilt sich das Feld auf viele verschiedene Leistungsträger auf – von Kolle Rebbe bis DDB.

Die diesjährige LeadAwards-Jury in der Kategorie „Online“ erkannte, dass das Internet als Medium zunehmend zu sich selbst findet. Es bildet mehr Eigensinn und emanzipiert sich von den klassischen Medien. Die Medaillennominierten in der Kategorie „Webmagazin des Jahres“ sind „Baunetz“, „Bild.de“ und „Byte FM“. Um den Preis „Webcommunity des Jahres“ konkurrieren „Smava“, „Soundcloud“ und „Twitter“.

Die LeadAwards genießen unter anderem deshalb ein besonders hohes Ansehen, da keine Bewerbungen oder Einreichungen möglich sind. Die Lead Academy für Medien, der Ausrichter der LeadAwards, sichtet vielmehr in einem aufwändigen Begutachtungsverfahren die gesamten Jahrgänge von rund 350 Zeitschriftentiteln und trifft eine Vorauswahl von zirka 2.800 Beiträgen, Fotostrecken und Anzeigen. Mit derselben Methode werden über 500 Online-Angebote gesichtet und eine Vorselektion von etwa 130 Websites erstellt.

Ende Januar 2009 trafen sich schließlich vier Tage lang insgesamt 120 anerkannte Fach-Juroren, um in 18 Kategorien die Preisträger festzulegen. Nach Abschluss des notariellen Beglaubigungsverfahrens steht jetzt fest, wer es dabei in die Endauswahl geschafft hat und für einen Lead Award in Gold nominiert ist.

In der Ausstellung „VisualLeader 2009“ werden seit dem 14. März 2009 alle prämierten Arbeiten in den Deichtorhallen Hamburg / Haus der Photographie, gleichwertig und ohne Nennung der Gewinner, präsentiert. Bis zum 31. März 2009 haben die Besucher der Ausstellung die Möglichkeit per Computer-Voting zu bestimmen, wer den erstmals vergebenen LeadAwards-Publikumspreis gewinnt. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert.

Die Gewinner der LeadAwards 2009 werden bei der Preisverleihung am 1. April 2009 in den Hamburger Deichtorhallen bekannt gegeben. Alle preisgekrönten Arbeiten werden bis zum 28. April 2009 in der Ausstellung „Visual Leader 2009“ zu sehen sein. (Pressemitteilung)

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