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Typhoon gibt WDR Schuld an Pleite

Die Typhoon AG, die TV-Produktionsfirma des ehemaligen RTL-Chefs Marc Conrad, ist pleite. Und schuld daran sei der WDR, sagt Conrad. Typhoon dreht gerade im Auftrag des WDR die achtteilige Krimireihe „Im Angesicht des Verbrechens“ von Star-Regisseur Dominik Graf. Nun laufen die Kosten für die Produktion aus dem Ruder und der WDR will nicht zahlen. Bereits am Dienstag wurde das Insolvenzverfahren für Typhoon eröffnet.

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Die Produktionsfirma ist eine feste Größe im TV-Geschäft und hat auch schon Kinofilme produziert, u.a. den preisgekrönten Streifen „Das Experiment“ mit Moritz Bleibtreu. Für RTL produzierte Typhoon etwa die von der Kritik gelobte Krimiserie „Abschnitt 40“ und für Sat.1 die Reihe „GSG9“. Die neue Serie „Im Angesicht des Verbrechens“ sollte im Herbst ein Programm-Highlight der ARD werden.

Die Serie dreht sich um Marek Gorsky, einen Sohn russisch-jüdischer Einwanderer, der bei der Berliner Polizei arbeitet und von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Es geht um Korruption, das Einwanderer-Milieu und organisiertes Verbrechen. Nun wird die Produktion der Serie selbst zum Drama für die Beteiligten. Typhoon ist der Meinung, dass der WDR für die entstandenen Mehrkosten der Produktion zahlen muss, zitiert DWDL.de den Typhoon-Anwalt Wolfgang Delhaes. Der Sender sieht das offenbar anders und so blieb dem Typhoon-Anwalt Anfang der Woche nur noch der Gang zum Amtsgericht.

Typhoon-Chef Marc Conrad ist ein alter Hase im TV-Geschäft. Er war RTL-Programmdirektor unter Helmut Thomas und kurzzeitig von November 2004 bis Februar 2005 Geschäftsführer des Kölner Senders.

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