Sender bekommen ihre Werbepausen nicht voll

Den TV-Sendern fällt es in Zeiten der Werbekrise zunehmend schwerer, ihre Werbeblöcke zu verkaufen. Daher verschiebt sich das TV-Programm teilweise um bis zu 20 Minuten nach vorne. Dies beobachtet Stefan Niggemeier im Fernsehblog auf FAZ.net, der dafür einen Abend lang das TV-Programm von ProSieben verfolgte.

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Die ProSieben-Primetime am Dienstag sieht aus wie folgt: um 20:15 läuft die neue Show „WipeOut“, um 21:15 „Witzig ist witzig“, eine Stunde später „Street Magic mit Farid“, um 22:45 „Comedy Street“ und um 23:15 schließlich „TV Total“. Tatsächlich begann am vergangenen Mittwoch schon die erste Sendung  eine Minute zu früh. Im Laufe des Abends fingen die Sendungen immer früher an, teilweise verschoben sie sich sogar um 22 Minuten nach vorn.
Auch bei der Konkurrenz beobachtete Niggemeier ähnliches, RTL füllt die entstandenen Pausen allerdings „mit langen, de facto unbezahlten Trailern für seinen Digital-Sender RTL Crime oder sein Videoportal Clipfish“.
Das scheint auch ProSieben verstärkt zu machen. Bei der Ausstrahlung von „Germanys next Topmodel – by Heidi Klum“ am gestrigen Donnerstag liefen nach jedem Werbeblock verschiedene Trailer für Eigenproduktionen – so verlängerte sich die Werbezeit um mehrere Minuten.

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