ProSiebenSat.1 einigt sich mit Betriebsrat

ProSiebenSat.1 und der Berliner Betriebsrat des Unternehmens haben sich auf einen Sozialplan für den Umzug nach Unterföhring geeinigt. Beide Parteien machten dabei Zugeständnisse. Mitarbeiter, die den Umzug mitmachen, dürfen nun innerhalb einer sechsmonatigen "Schnupperphase" am neuen Standort das Unternehmen verlassen, ohne ihren Anspruch auf eine Abfindung zu verlieren.

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ProSiebenSat.1 hatte dies zuvor stets abgelehnt.

Mitarbeiter, die an einer Outplacement-Maßnahme teilnehmen, erhalten dafür maximal 17.000 Euro. Die „Turboprämie“ für Schnellentscheider, die sich bis 31. Januar entschieden haben, wird darauf angerechnet.

Zudem akzeptierte der Betriebsrat die sogenannte „Durchhalteprämie“: Insgesamt 800.000 Euro billigte ProSiebenSat.1 den Mitarbeitern zu, die bis zum Umzug den Sendebetrieb aufrechterhalten und dann ausscheiden. Die Mitarbeitervertretung hatte eine Million Euro gefordert.

Der Sozialplan tritt erst in Kraft, wenn die Mitarbeiter-Vollversammlung der ProSiebenSat.1 Media AG am Standort Berlin zugestimmt hat. Das Unternehmen geht davon aus, die Verhandlungen kommende Woche endgültig abschließen zu können.

Die Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Sender liefen über mehrere Monate und wurden von Protestaktionen der Belegschaft begleitet.

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