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Ego-Suche Yasni: Keine Site wächst rasanter

Privatsphäre war gestern: Mit der steigenden Beliebtheit der sozialen Netzwerke und anderer Web 2.0-Angebote wird immer mehr geschrieben und mitgeteilt. Dabei werden auch unweigerlich immer mehr Spuren hinterlassen. "Was weiß das Netz über Dich", fragt das Frankfurter Start-up Yasni.de seit etwa 16 Monaten, um mit seiner Personensuchmaschine die entsprechenden Antworten zu liefern. Und die wollen immer mehr Nutzer kennenlernen: Kein Angebot wächst im deutschsprachigen Internet derzeit schneller.

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Man kennt das ja aus der Web 1.0-Ära: Hatte man Langeweile, half Google.  Sich selbst im Internet zu suchen, wurde mit dem Aufkommen der beliebten Suchmaschine Anfang des Jahrzehnts zum Volksport. Allein: So richtig viel gab es nur über Menschen mit dem Abglanz eines gewissen Promi-Faktors zu lesen – eben in redaktioneller Aufbereitung.

Das änderte sich schlagartig mit der Verbreitung des Web 2.0s: Blogs, soziale Netzwerke und schließlich der Microblogging-Dienst Twitter gewannen an Popularität – und mit ihnen die schnell herausgefeuerten Beiträge an Masse. So leicht zu finden sind Postings, Tweets oder andere Formen der Selbstdarstellung jedoch nicht bei Google.

Personensuche 2.0: „Was weiß das Internet über Dich“?

Diese Lücke zu schließen, ist das gerade mal 16 Monate alte Startup Yasni angetreten. Unter dem Motto „Was weiß das Internet über Dich“ bietet  die Personensuchmaschine eine digitale Form der Spurensuche an. 

„In der Gegenwart sind spezielle Menschensuchmaschinen wie yasni.de unterwegs, die zusammenraffen, was im Internet an Personenspuren aufzutreiben ist – eine Art Schleppnetzfischerei für E-Mail-Adressen, politische Aktivitäten und alte Sünden“, fasst das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ letzte Woche den Reiz des Newcomers in seiner Titelgeschichte „Fremde Freunde“ zusammen.

Das Netz vergisst wenig: Reputationssuche bei Yasni.de

Denn genau darum geht es: In Zeiten des  Social Network-Booms ist die Form der digitalen Form der Selbstmitteilung fast schon eine Selbstverständlichkeit geworden. Dumm nur: Das Netz vergisst wenig – vor allem dann, wenn die Beiträge rezitiert werden. Hier mal ein Tweet, hier mal ein Blogpost, oder mal ein Forumsbeitrag unter vollem Namen – und schon hat man im Internet eine neue Spur hinterlassen.

Ob es tatsächlich das Bewusstsein dafür ist – oder der blanke Voyeurismus, über Bekannte mehr Informationen im Netz auszuspähen: Die Personensuchmaschine Yasni erlebt in diesen Tagen einen regelrechten Boom. Keine andere Seite im deutschen Internet wuchs in den vergangenen zwölf Monaten schneller als das junge Frankfurter Start-up – nicht mal Facebook.

Wachstumsexplosion: 530 Prozent Plus in zwölf Monaten

Das ist das Ergebnis der Untersuchung des Internet Marktforschungsunternehmens comScore. Im Zwölf-Monatsvergleich konnte yasni.de um enorme 530 Prozent zulegen. Im Januar dieses Jahres kam das 2007 von Steffen Rühl gegründete Startup im Januar bereits auf über zwei Millionen eindeutig identifizierte Benutzer (Unique User) bzw. 26 Millionen Seitenabrufe (Page Views). 
 
„Die Zuwachsraten zeigen, wie den Menschen mehr und mehr bewusst wird, dass sie im Internet Spuren hinterlassen“, findet Steffen Rühl, Gründer und Geschäftsführer der yasni GmbH. Man kann es aber auch anders herum betrachten: „Das Wachstum von yasni.de ist wirklich ungesund. So eine Stalker Site“, twittert der frühere „Net-Business“-Chefredakteur und heutige Geschäftsführer der Aktuell Medien Redaktionsgesellschaft, Klaus Madzia.

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